27.06.2019 Michel Doepke

Nel und Co: Küsst die Bundesregierung die Wasserstoff-Aktien wieder wach?

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Nel ASA
Trendthema

Kaum zu glauben: Wie aus dem Nichts scheint die Parteienlandschaft in Deutschland das Thema "Wasserstoff" für sich zu entdecken. Es ist an der Zeit! DER AKTIONÄR ist davon überzeugt: Der vielseitige Energieträger wird in den Zeiten von Erneuerbaren Energien und Klimaschutzzielen immer wichtiger. Denn "grüner" Wasserstoff aus diesen Energiequellen kann sowohl in der Industrie als auch in der Mobilität von morgen eine gehörige Rolle spielen. Ein möglicher Profiteur: Nel aus Norwegen.

Aufmerksame Leser wissen, dass Nel einer der führenden Anbieter von Elektrolyse-Technologien ist. Dabei handelt es sich um eine Kerntechnologie, mit der sich "grüner" Wasserstoff aus Erneuerbaren Energien gewinnen lässt. Wie das Handelsblatt berichtet, wolle Berlin die Wasserstoff-Forschung beschleunigen.

„Das CO2-Vermeidungspotenzial von Wasserstoff ist riesig", zitiert die Zeitung die CDU-Politikerin Anja Karliczek, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung verantwortet. Das gelte sowohl für den Einsatz in Verbrennungsmotoren als auch in der Chemie- und der Grundstoffindustrie. "Hier könnten wir einen großen Hebel ansetzen", so Karliczek.

Gigantisches Elektrolyse-Potenzial in Deutschland
Uniper Energy

Nel ist lang im Geschäft

Eine wirtschaftliche Elektrolyse-Technologie lässt sich nicht in einigen Monaten entwickeln, Nel beschäftigt sich mit der Technologie seit 1927. Weltweit hat das norwegische Unternehmen bereits Elektrolyseure geliefert respektive installiert. Gut möglich, dass Nel auch langfristig in Deutschland Aufträge für Elektrolyseure ergattern kann.

Nel ASA (WKN: A0B733)

Die Explosion an einer Wasserstoff-Tankstelle bei Norwegen hat die Nel-Aktie implodieren lassen. Das Unternehmen untersucht den Vorfall, konnte jedoch die Kerntechnologie als Ursache für den Vorfall nach vorläufigen Untersuchungen ausschließen. Doch noch ist Nel nicht aus dem Schneider. Die Papiere bleiben heiß. Wer investiert ist, sichert die Position mit einem Stopp bei 0,44 Euro ab.