Bloom Energy hat im dritten Quartal 2026 kräftig zugelegt und die Erwartungen der Wall Street deutlich übertroffen. Trotzdem geriet die Aktie nachbörslich unter Druck. Der Grund: Nach einer Rally von 121 Prozent seit Jahresbeginn waren die Erwartungen enorm hoch.
- Umsatz: 1,24 Milliarden Dollar, plus 138 Prozent zum Vorjahr
- Gewinn je Aktie: 0,94 Dollar statt erwarteter 0,69 Dollar
- Prognose: Für 2026 peilt Bloom Energy nun 3,10 bis 3,40 Dollar Gewinn je Aktie an.
Der Brennstoffzellen-Spezialist profitiert vom enormen Energiebedarf neuer Rechenzentren. Vor allem der Ausbau der KI-Infrastruktur treibt die Nachfrage. Im dritten Quartal schnellte der Umsatz deshalb um 138 Prozent nach oben. Auch beim Gewinn übertraf Bloom Energy die Prognosen deutlich.
Doch selbst diese Zahlen reichten zunächst nicht aus. Nach US-Börsenschluss verlor die Aktie rund 4,5 Prozent auf 208 Dollar. Bereits im regulären Handel hatte das Papier deutlich nachgegeben. Damit setzte sich die Schwäche trotz der starken Geschäftszahlen fort.
Prognose angehoben
Bloom Energy schraubte auch die Jahresziele nach oben. Für 2026 erwartet das Unternehmen nun einen Gewinn je Aktie zwischen 3,10 und 3,40 Dollar. Analysten hatten bislang lediglich 2,71 Dollar auf dem Zettel. Die Prognose für die Bruttomarge von 34 Prozent entsprach dagegen den Erwartungen.
Das Problem liegt damit weniger bei den Zahlen als bei der Bewertung. Nach dem starken Kursanstieg ist viel Wachstum eingepreist. Anleger verlangen offenbar mehr als ein deutliches Übertreffen der Prognosen. Schon nach den Zahlen zum zweiten Quartal hatte die Aktie trotz eines Rekordumsatzes nachgegeben.
Schwacher Gesamtmarkt belastet zusätzlich
Hinzu kommt das schwierige Börsenumfeld. Der S&P 500 verlor am Donnerstag rund 1,3 Prozent, der Nasdaq gab etwa 2,2 Prozent nach. Sorgen über die hohen Investitionen in künstliche Intelligenz belasteten insbesondere Technologiewerte. Auch andere Brennstoffzellen-Unternehmen wie FuelCell Energy und Plug Power standen unter Druck.
Operativ liefert Bloom Energy kräftig ab. Der Umsatz wächst rasant, der Gewinn liegt über den Prognosen und die Jahresziele steigen. Doch nach der Kursrally reicht selbst ein starkes Quartal offenbar nicht mehr aus, um weitere Käufer anzulocken. Die hohe Bewertung macht die Aktie anfällig für Gewinnmitnahmen. Nachbörslich geht es um sieben Prozent abwärts. Zuvor hatte die Aktie bereits im regulären Handel rund neun Prozent eingebüßt. Ein Neueinstieg drängt sich aktuell nicht auf.
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