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24.04.2015 Maximilian Völkl

Minus 25 Prozent: Das steckt hinter dem Einbruch der Biotest-Aktie

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In den vergangenen Monaten hat die Biotest-Aktie deutlich zugelegt. Am Freitag hat der SDAX-Wert allerdings die kompletten Gewinne des Jahres an einem einzigen Tag wieder abgegeben. Nach einem herben Rückschlag bei einem der großen Hoffnungsträger hat Biotest rund einen Viertel seines Wertes verloren.

Der Antikörper Tregalizumab hat in einer Phase-IIb-Studie bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer rheumatoider Arthritis den primären Endpunkt nicht erreicht. Innerhalb der nächsten 90 Tage kann das BioPharma-Unternehmen AbbVie nun entscheiden, ob die gemeinsame Entwicklung weitergeführt wird. Eine Einstellung der Entwicklung könnte den Gewinn von Biotest 2015 um bis zu 30 Millionen Euro belasten.

Analyst Torben Teichler von der Privatbank Hauck & Aufhäuser hatte jüngst die Bedeutung der Studiendaten hervorgehoben. Die Entscheidung von AbbVie über eine mögliche Phase-III-Entwicklung könnte demnach eine der wichtigsten Nachrichten im laufenden Jahr sein. Die Chance auf eine Markteinführung bis 2019 würde bei einer positiven Entscheidung steigen. Der Experte hatte das Potenzial für einen Spitzenumsatz von mehr als zwei Milliarden Euro pro Jahr errechnet. Bei einer geschätzten Lizenzgebühr von 15 Prozent hätte das für Biotest Gewinne von mehr als 300 Millionen Euro bedeutet.

Abwarten

Die Chancen auf einen schnellen Rebound sind eher als gering einzuschätzen. Anleger sollten daher zunächst die Finger von der Aktie lassen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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