27.01.2014 Stefan Sommer

Merck-Aktie: Das sagen Analysten zum Kurseinbruch

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Merck
Trendthema

Die Aktie des Pharmakonzerns Merck ist nach dem abrupten Abgang von Finanzvorstand Matthias Zachert abgestürzt. Zachert wird zum 15. Mai seine neue Position bei dem Spezialchemiekonzern Lanxess antreten. Mit über minus zehn Prozent ist Merck das Schlusslicht im DAX. Nach dem heftigen Kurseinbruch melden sich die Analysen zu Wort.

Nach der Bekanntgabe des Wechsels von Finanzvorstand Zachert hat die Commerzbank ihre Einstufung auf „Hold“ mit einem Kursziel von 117 Euro belassen. Analyst Daniel Wendorff schrieb in seiner Studie vom Montag, dass zwar Zachert das „Fit for 2018“-Programm implementierte und der operative Cashflow sich erheblich verbessert hat. Weitere Schritte wie etwa Übernahmen, die für die Weiterentwicklung der Sparten wichtig seien, habe Merck aber noch nicht vollzogen. Hinter der Entwicklung des Chemie- und Pharmakonzerns stünden immer mehr Fragezeichen.

Merrill Lynch: Merck ist fundamental schwach

Auch Merrill Lynch hat nach dem Personalwechsel seine Einschätzung abgegeben. Analyst Simon Greenwell hat in seiner jüngsten Studie Merck auf „Underperform“ mit einem Kursziel von 125 Euro belassen. Dass sich der Aktienkurs in den zurückliegenden zwei Jahren nahezu verdoppelt habe, gehe allein auf Zacherts Konto. So habe der Finanzvorstand einen aggressiven Kostenplan aufgestellt und eine Umgestaltung des Portfolios verordnet. Nur wegen Zachert seien viele Anleger bei Merck investiert gewesen. Fundamental sei Merck schwach.

(mit Material von dpa-AFX)