SpaceX hat mit seinen jüngsten Quartalszahlen ein starkes Signal für den gesamten KI- und Technologiesektor geliefert. Der Umsatz sprang im dritten Quartal um 161 Prozent auf 14,58 Milliarden Dollar und lag damit deutlich über den Erwartungen. Gleichzeitig erzielte der Konzern einen Quartalsgewinn von 4,4 Milliarden Dollar – der erste profitable Berichtszeitraum seit dem Börsengang. Besonders auffällig: Mehr als die Hälfte der Erlöse stammt inzwischen aus dem KI-Geschäft.
- Der SpaceX-Umsatz stieg um 161 Prozent auf 14,58 Milliarden Dollar.
- Die KI-Sparte erzielte rund 7,56 Milliarden Dollar Umsatz und wurde damit zum größten Geschäftsbereich.
- Starlink kam auf 13,6 Millionen Kunden und bleibt ein zentraler Gewinnbringer.
Der eigentliche Punkt für Anleger: SpaceX zeigt, wie stark der globale Bedarf an Rechenleistung, Konnektivität und KI-Infrastruktur inzwischen gewachsen ist. Und genau diese Investitionswelle endet nicht bei den Rechenzentren selbst – sie zieht sich durch die gesamte Halbleiter-Wertschöpfungskette.
SpaceX wird immer mehr zum KI-Infrastrukturkonzern
Die vielleicht größte Überraschung der Zahlen war, wie stark sich SpaceX inzwischen vom reinen Raumfahrtunternehmen entfernt hat. Die KI-Sparte steigerte ihre Erlöse auf rund 7,56 Milliarden Dollar und wuchs damit um ein Vielfaches gegenüber dem Vorjahr. Der Bereich umfasst unter anderem die Vermietung von Rechenzentrumskapazitäten und weitere KI-bezogene Dienste.
Gleichzeitig wächst Starlink weiter kräftig. Der Bereich erzielte rund 5,2 Milliarden Dollar Umsatz, bei 13,6 Millionen Kunden weltweit. Das zeigt: Raumfahrt, Satellitenkommunikation und KI verschmelzen zunehmend zu einer gemeinsamen Infrastrukturstory.
Dafür braucht es enorme Mengen an Chips, Speicher und Fertigungskapazität.
Der Rechenhunger landet am Ende bei den Chip-Ausrüstern
Genau hier kommt Lam Research ins Spiel. Moderne KI-Rechenzentren, Satellitennetze und Hochleistungsserver benötigen immer komplexere Prozessoren und High-Bandwidth-Memory. Diese Chips müssen gefertigt werden – und dafür sind die Ätz- und Abscheidungsanlagen von Lam Research zentral.
Je mehr Rechenkapazität Unternehmen wie SpaceX, Alphabet, Microsoft oder Amazon aufbauen, desto stärker wächst letztlich der Druck auf Foundries und Speicherhersteller, ihre Produktion auszuweiten.
Lam sitzt damit an einem entscheidenden Nadelöhr der gesamten Investitionswelle.
Heute Abend wird es für Lam Research ernst
Nach dem jüngsten Abverkauf im Technologiesektor steht Lam Research heute nach US-Börsenschluss vor einem wichtigen Test. Für das September-Quartal rechnet der Markt mit einem Umsatz von rund 8,13 Milliarden Dollar und einem Gewinn je Aktie von etwa 2,18 Dollar. Zum Vergleich: Im Vorjahresquartal lag der Umsatz bei 5,32 Milliarden Dollar.
Damit würde Lam den Umsatz um mehr als 50 Prozent steigern.
Entscheidend wird aber nicht nur der Blick zurück. Anleger werden vor allem darauf achten, was CEO Tim Archer zur Nachfrage nach HBM, Advanced Packaging und neuen Foundry-Kapazitäten sagt. Sollte Lam die anhaltend hohe Investitionsbereitschaft der Kunden bestätigen, könnte das nach der jüngsten Korrektur einen neuen Impuls liefern.
SpaceX liefert den Vorgeschmack – Lam heute den Realitätscheck
Die SpaceX-Zahlen zeigen eindrucksvoll, wie groß der Investitionsbedarf hinter KI und moderner Infrastruktur inzwischen geworden ist. 161 Prozent Umsatzwachstum und eine KI-Sparte mit mehr als sieben Milliarden Dollar Quartalsumsatz sprechen nicht für einen auslaufenden Investitionszyklus.
Für den Megatrend Folger richtet sich der Blick deshalb heute auf Lam Research. Der Konzern liefert genau die Werkzeuge, mit denen die zusätzlich benötigten Chips überhaupt produziert werden können. Nach dem jüngsten Kursrücksetzer könnten starke Zahlen und ein überzeugender Ausblick den Startschuss für eine neue Erholungsbewegung geben.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: SpaceX, Tesla.
Aktien der SpaceX befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
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