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05.10.2009 Frank Phillipps

Medigene: Bann über Rhudex aufgehoben

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Die Zweifel an der Sicherheit eines möglichen Blockbuster-Medikamentes scheinen ausgeräumt. Medigene darf die Entwicklung fortsetzen. Außerdem erhält das deutsche Biotech-Unternehmen ein wichtiges Patent. Das freut auch die Aktionäre.

Mit einem Plus von über vier Prozent rangiert die Aktie von Medigene heute ganz oben auf der Gewinnerliste im TecDAX. Und das aus gutem Grund. Die deutsche Biotech-Firma hatte heute gleich zwei gute Nachrichten für seine Anteilseigner im Gepäck. Zum einen meldete Medigene den Erhalt eines Patentes, das sich auf die Herstellung von EndoTAG-1 bezieht. Demnach haben die europäischen Behörden das Produktionsverfahren für den größten Hoffnungsträger der Biotech-Schmiede bis ins Jahr 2023 geschützt.

Rhudex-Studie kann weitergehen

Zum anderen erhielt Medigene die Erlaubnis, die klinischen Studien mit Rhudex wieder aufzunehmen. Die Tests waren im Juli 2008 gestoppt worden, nachdem ein Studienteilnehmer in Großbritannien einen Herzinfarkt erlitten hatte und daran verstorben war. Den Untersuchungen der britischen Behörden zufolge sei jedoch kein kausaler Zusammenhang zwischen dem Todesfall und der Verabreichung von Rhudex nachweisbar.

Rhudex ist neben dem Krebsmedikament EndoTAG-1 der zweite große Hoffnungsträger in der Entwicklungspipeline von Medigene. Das Medikament soll zur Behandlung der sogenannten rheumatoiden Arthritis eingesetzt werden. Rhudex durchläuft derzeit die zweite von drei Phasen klinischer Studien. Für den Fall, dass es die Arznei auf den Markt schafft, trauen Unternehmen und Analysten Rhudex Blockbuster-Potenzial, also Jahresumsätze von mehr als einer Milliarde Dollar zu.

Meilenstein erreicht

Mit der Erlaubnis zur Wiederaufnahme der Rhudex-Studien hat Medigene einen wichtigen Meilenstein erreicht. Allerdings steht der vermutlich wichtigere - nämlich die Partnerschaft für EndoTAG-1 - immer noch aus. Anleger üben sich daher weiter in Geduld und bleiben bei der Aktie dabei. Das Kursziel bleibt bei sieben Euro, der Stopp wird vorerst bei vier Euro belassen.

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