Krieg im Iran: Ölpreise etwas schwächer – US-Analystenhaus warnt jedoch

Krieg im Iran: Ölpreise etwas schwächer – US-Analystenhaus warnt jedoch
Foto: ChatGPT
Öl Brent -%
Marion Schlegel Heute, 07:06 Marion Schlegel

Die Ölpreise haben am Mittwochmorgen leicht nachgegeben und damit einen Teil der zwischenzeitlichen Vortagesgewinne wieder abgegeben. Dennoch notieren die Preise weiterhin klar unter den Höchstständen vom vergangenen Wochenende. Hintergrund ist die anhaltende Hoffnung der Marktteilnehmer auf Fortschritte bei den Bemühungen um eine Beilegung des Konflikts mit dem Iran.

•    Ölpreise geben leicht nach. 
•    Spannungen rund um Straße von Hormus bleiben hoch 
•    Piper Sandler warnt vor monatelanger Blockade und steigenden Ölpreisen im Sommer

Ein Barrel der Nordseesorte Brent verbilligte sich im frühen Handel um 1,6 Prozent auf 98,01 Dollar. Damit bleibt der Ölpreis unter der viel beachteten Marke von 100 Dollar je Barrel. Neue Entwicklungen aus dem Nahen Osten blieben in der Nacht zum Mittwoch aus.

Öl Brent (ISIN: XC0009677409)

An den Märkten dominiert weiterhin die Erwartung, dass die Gespräche zwischen den USA und dem Iran zu einer Annäherung führen könnten – trotz anhaltender Spannungen und vereinzelter militärischer Zwischenfälle. Israel und die Vereinigten Staaten hatten den Iran Ende Februar angegriffen.

Zwar gilt seit dem 8. April eine Waffenruhe, doch rund um die Straße von Hormus kam es zuletzt mehrfach zu gegenseitigen Angriffen. Zusätzlich belasten Israels Militäraktionen im Libanon die laufenden diplomatischen Bemühungen zur Lösung des Konflikts.

Während zuletzt Hoffnungen auf eine Annäherung zwischen den USA und dem Iran kursierten, hält die US-Investmentbank Piper Sandler allerdings ein schnelles Ende der Krise für äußerst unwahrscheinlich. Die Analysten gehen vielmehr davon aus, dass die wichtige Straße von Hormus noch monatelang weitgehend blockiert bleibt – mit gravierenden Folgen für die globale Energieversorgung. Nach Einschätzung der Experten könnten die Ölpreise im Sommer sogar neue Höchststände erreichen.

Es bleibt also spannend, ob es bald zu einem Ende des Krieges am Verhandlungstisch kommen wird. Trotz des jüngsten Rückgangs bleiben die Ölpreise weiterhin auf einem hohen Niveau. Dies spielt natürlich großen Energiekonzernen wie etwa TotalEnergies voll in die Karten. Die immer noch relativ günstig bewertete Dividendenperle bleibt attraktiv. Der Stoppkurs sollte bei 55,00 Euro belassen werden.

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