Bei Allgeier war die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Vorjahr maßgeblich durch Verzögerungen bei der Durchführung von Digitalisierungsprojekten im öffentlichen Sektor beeinflusst. Ein Blick auf den Chart zeigt jedoch: Investoren setzen mittlerweile darauf, dass sich dieses Geschäft im Laufe des Jahres sukzessive normalisiert.
Allgeier bietet ein umfassendes Portfolio an IT- und Softwaredienstleistungen – von fortschrittlicher Softwareentwicklung bis hin zu Effizienzlösungen für Unternehmen – mit starkem Fokus auf Digitalisierung und geschäftliche Transformation. Rund 40 Prozent des Umsatzes erzielt das Unternehmen im öffentlichen Sektor, wo man eine solide Marktposition innehat. Über 80 Prozent des Umsatzes werden in Deutschland erwirtschaftet.
Kurz vor dem Jahreswechsel hat Allgeier die Planung für das fortgeführte Geschäft im Geschäftsjahr 2026 verabschiedet. Diese sieht einen Umsatz in der Größenordnung von 370 bis 420 Millionen Euro sowie ein bereinigtes EBITDA zwischen 48 und 54 Millionen Euro vor. Daraus ergibt sich eine EBITDA-Marge von rund 13 Prozent.
„Der Planung liegt die Erwartung zugrunde, dass sich das Geschäft im Bereich der Digitalisierungsprojekte für die öffentliche Hand im Laufe des Jahres 2026 sukzessive normalisiert und bislang auf Eis liegende Projekte fortgesetzt werden können“, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung. „Dies soll vor allem im zweiten Halbjahr für eine deutliche Belebung der Geschäftsentwicklung sorgen.“
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Die Sondervermögen der Bundesregierung und die damit verbundenen zusätzlichen Budgets der öffentlichen Hand für Digitalisierungsvorhaben dürften in den kommenden Jahren zu einer spürbaren Zunahme der Nachfrage führen. Mittelfristig erwartet der IT-Dienstleister für den kommenden Dreijahreszeitraum daher eine durchschnittliche organische Wachstumsrate des Konzernumsatzes von zehn Prozent. Die bereinigte EBITDA-Marge soll innerhalb dieses Zeitraums weiter auf 15 Prozent steigen.
„Es ist eine gemeinsame Verantwortung für unsere Auftraggeber und für uns, mit dem vielen Geld auch ausreichend große Fortschritte und Durchbrüche in der Digitalisierung unseres Landes zu erreichen“, erklärte Vorstand Marcus Goedsche im Herbst 2025 gegenüber dem AKTIONÄR. „Dafür stehen wir als verlässlicher und leistungsfähiger nationaler Partner der öffentlichen Auftraggeber mit unserem Know-how und unseren vorhandenen Softwareanwendungen wie unserer umfassenden Low-Code-Plattform A12 zur Verfügung, die mit ihren weitreichenden Funktionalitäten die Digitalisierung komplexer und großer Verwaltungsprozesse – beispielsweise in der Steuerplattform ELSTER und vielen anderen großen Anwendungen – extrem zuverlässig und sicher ermöglicht.“
Ebenfalls wichtig: Der Verkauf der Tochtergesellschaft Allgeier IT Services dürfte den strategischen Fokus des Konzerns auf Software- und Digitalisierungslösungen weiter schärfen. Nach der Veräußerung werden sich die Nettofinanzverbindlichkeiten auf rund 45 Millionen Euro reduzieren (Vorjahr: 122 Millionen Euro). Der dadurch entstehende finanzielle Spielraum soll für weitere Akquisitionen genutzt werden.
Der Startschuss für ein nachhaltiges Comeback scheint gefallen. Mit dem nachhaltigen Sprung über den horizontalen Widerstand um 22 Euro hat die unverändert günstig bewertete Aktie ein charttechnisches Kaufsignal generiert. Das Aktienrückkaufprogramm von bis zu fünf Prozent der ausstehenden Aktien, das zunächst bis zum 30. April laufen soll, dürfte den Kursverlauf zusätzlich stützen. DER AKTIONÄR setzt im Real-Depot auf dieses Szenario. Die Position notiert mittlerweile über 30 Prozent im Plus – Tendenz steigend.
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Hinweis auf Interessenkonflikte: Aktien von Allgeier befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
14.01.2026, 10:01