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KI‑Gipfel im Weißen Haus: Trump versammelt Tech‑Elite zur Krisensitzung

KI‑Gipfel im Weißen Haus: Trump versammelt Tech‑Elite zur Krisensitzung
Foto: Newscom/WILL OLIVER/picture alliance/dpa
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Philipp Schleu Heute, 21:00 ‧ Philipp Schleu
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Die Spitzen der US-Technologiebranche sind am heutigen Dienstag im Weißen Haus zusammengekommen. US-Präsident Donald Trump und der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, luden zum Mittagessen. Das Treffen fand zu einem kritischen Zeitpunkt statt. Die Debatte um eine Drosselung des Entwicklungstempos und strengere Regeln für Künstliche Intelligenz erreicht ein neues Hoch.

Ein von Trump veröffentlichter Sitzplan verdeutlichte das Gewicht der Runde. Der Präsident saß direkt zwischen Nvidia-Chef Jensen Huang und Elon Musk, dem Chef von Tesla und SpaceX. Es folgten Meta-Chef Mark Zuckerberg und Google-Chef Sundar Pichai.

Auf der gegenüberliegenden Tischseite saß Vizepräsident JD Vance zwischen Amazon-Gründer Jeff Bezos und Parlamentschef Johnson. Auch Microsoft-Chef Satya Nadella und OpenAI-Präsident Greg Brockman reisten an. Brockman verließ dafür sogar die zeitgleich laufende Entwicklerkonferenz DevDay in San Francisco. Vom KI-Entwickler Anthropic waren CEO Dario Amodei und Tom Brown vertreten. Bemerkenswert: John Ternus, der neue Chef von Apple, fehlte auf der Gästeliste.

Wachsende Angst vor Sicherheitsrisiken

Die Stimmung im Vorfeld war angespannt. Der Grund: Berichte über Angriffe durch autonome KI-Agenten häufen sich. Renommierte Forscher warnen vor unkontrollierbaren Risiken für die Menschheit. Auch führende Entwickler wie Amodei und OpenAI-Chef Sam Altman fordern inzwischen eine Verlangsamung. Sie stellen sich damit gegen Teile der eigenen Branche und gegen die Regierung.

Wie ernst die Lage ist, zeigt der aktuelle Schritt von OpenAI. Das Unternehmen verschob diese Woche den Start seines Modells GPT-6.1 Astra wegen Sicherheitsbedenken. Zuvor kündigte das Labor eine umfassende Überprüfung des Modellverhaltens an. Auslöser waren mehrere Vorfälle nach dem Cyberangriff auf die Plattform Hugging Face im vergangenen Sommer.

Palantir-Chef Alex Karp fand vor dem Weißen Haus deutliche Worte. Entwickler müssten Verantwortung für bekannte Gefahren übernehmen. Die amerikanische Bevölkerung akzeptiere keine Sonderregeln für die Tech-Industrie. Bereits am Sonntag traf sich Anthropic-Chef Amodei zu einem vertraulichen Abendessen mit Trump. Es war ihr erstes Vier-Augen-Gespräch.

Palantir Technologies (WKN: A2QA4J)

Washington treibt eigene Systeme voran

Während die Branche über Gefahren debattiert, forciert die Politik die Nutzung. Flankierend zum Gipfel präsentierten Trump und Vance einen neuen KI-Chatbot für Regierungswebsites. Entsprechend uneinheitlich bleibt das Signal der Regierung: Einerseits hört Washington die Bedenken der Forscher an, andererseits bindet die Verwaltung die Technologie immer tiefer in den Staatsapparat ein.

Die Spaltung zwischen vorsichtigen Sicherheitsverfechtern wie Anthropic und Befürwortern eines rasanten Tempos wie Nvidia tritt offen zutage. Für die Märkte bedeutet diese Debatte Unsicherheit. Sollten die Warnungen der Entwickler zu strikteren Vorgaben führen, droht den milliardenschweren Wachstumsfantasien der Tech-Konzerne eine spürbare Abkühlung.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Microsoft, Palantir Technologies.

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