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KI‑Ausverkauf in Asien: Herbe Verluste bei SK Hynix, Samsung und Co

KI‑Ausverkauf in Asien: Herbe Verluste bei SK Hynix, Samsung und Co
Foto: Shutterstock
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Jan-Paul Fóri Heute, 06:15 Jan-Paul Fóri

Die Talfahrt der US-Technologiewerte hat am Freitag auch die asiatischen Märkte erfasst. Besonders hart traf es Südkorea: Der Leitindex Kospi brach zeitweise um rund sechs Prozent ein. Auch der Nebenwerteindex Kosdaq geriet unter Druck und verlor mehr als zwei Prozent. Bei den Einzelwerten gaben die Halbleitertitel besonders deutlich nach.

• Der Kospi verliert aufgrund der hohen Gewichtung von SK Hynix und der starken Kursverluste des Unternehmens rund sechs Prozent.
• Die Gewinnmitnahmen bei KI-Aktien setzen sich fort.
• Auch in Japan und China dominieren die roten Vorzeichen. 

Auslöser der Verkaufswelle waren vor allem die Verluste großer US-Technologiekonzerne. An der Wall Street verlor Apple am Donnerstag rund sechs Prozent. Anleger reagierten nervös auf angekündigte Preiserhöhungen für iPads und MacBooks, die das Unternehmen mit steigenden Kosten für Speicher und Komponenten begründete.

Die Verkaufswelle traf die Chipbranche mit voller Wucht und sorgte insbesondere bei den großen südkoreanischen Halbleiter- und Speicherwerten für deutliche Kursverluste. Anleger trennten sich massenhaft von Technologietiteln, die stark von Konjunktur- und KI-Erwartungen abhängig sind.

Zu den größten Verlierern zählten dabei einige der weltweit wichtigsten Player der Branche: SK Hynix rutschte zeitweise um bis zu neun Prozent ab, während auch Samsung Electronics im gleichen Ausmaß unter Druck geriet. Ebenfalls schwächer tendierten LG Energy Solution mit einem Minus von rund sieben Prozent sowie die Papiere von Hanmi Semiconductor, die ebenfalls etwa sieben Prozent einbüßten. Die Verluste verdeutlichen, wie stark die aktuelle Marktunsicherheit auf den zuvor stark gelaufenen KI- und Halbleitersektor durchschlägt.

SK Hynix Inc (WKN: A1JWRE)

Japan ebenfalls rot

In Japan setzte sich die Schwäche bei Technologie- und Chipwerten fort. Der Nikkei 225 gab 3,8 Prozent nach, während der breiter gefasste Topix um 1,3 Prozent fiel. Die Aktie der japanischen SoftBank Group brach um mehr als 12 Prozent ein und führte damit die Verluste in der Region an. Der Konzern steht stellvertretend für die KI-Euphorie der vergangenen Jahre. Anleger sorgen sich jedoch zunehmend über die enormen Kosten für den Ausbau der KI-Infrastruktur. Der Hang Seng verlor knapp zwei Prozent, der chinesische CSI 300 rutschte um 2,3 Prozent ab.

Infront Nikkei 225 (WKN: A1RRF6)

„Der Markt muss aktuell seine Überzeugung testen“, sagte Julia Hermann, globale Marktstrategin bei New York Life Investment Management. Besonders Halbleiter- und Speicherchipwerte stünden im Fokus. Diese seien strukturell volatiler als die großen Gewinner der vergangenen Jahre.

Die Verluste in Asien dürften zum Wochenende hin nach Europa überschwappen. Der DAX wird am Morgen deutlich tiefer taxiert. Gleichwohl sieht DER AKTIONÄR beim Thema KI noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Welche fünf KI-Perlen der Markt bisher noch gar nicht auf dem Schirm hat, erfahren Sie im Aktien-Report „Die Nvidia-Nachfolger“. Darin enthalten ist auch eine Aktie, die sich jetzt aus Sicht der Analysten verdreifachen könnte.

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FAQs

Was macht SK Hynix so wichtig für den KI-Boom?
SK Hynix gehört zu den weltweit führenden Herstellern von Speicherchips und ist insbesondere bei High-Bandwidth-Memory-Chips (HBM) stark aufgestellt. Diese Speicherbausteine sind ein entscheidender Bestandteil moderner KI-Beschleuniger und werden für leistungsfähige Rechenzentren benötigt. Der Konzern profitiert damit direkt vom weltweiten Ausbau der KI-Infrastruktur.

Ist die SK-Hynix-Aktie eine Wette auf den KI-Trend?
Ja, SK Hynix zählt zu den großen Profiteuren der steigenden Nachfrage nach KI-Hardware. Der Bedarf an leistungsfähigen Speichern treibt Umsatz und Gewinne des Unternehmens. Gleichzeitig bleibt die Aktie abhängig vom Halbleiterzyklus: Sinkende Nachfrage, Überkapazitäten oder fallende Speicherpreise könnten die Entwicklung bremsen.

Welche Risiken gibt es bei SK Hynix?
Trotz der starken Position im KI-Markt bleibt SK Hynix ein zyklischer Chipkonzern. Die Branche ist kapitalintensiv und unterliegt starken Preisschwankungen. Zudem steht das Unternehmen im Wettbewerb mit Schwergewichten wie Samsung Electronics und Micron Technology. Entscheidend wird sein, ob SK Hynix seinen technologischen Vorsprung bei KI-Speichern langfristig verteidigen kann.

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