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Kering‑Aktie bricht ein: Gucci bleibt das Sorgenkind

Kering‑Aktie bricht ein: Gucci bleibt das Sorgenkind
Foto: eyewave/iStock
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Jan-Paul Fóri Heute, 20:30 ‧ Jan-Paul Fóri
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Der Luxusgüterkonzern Kering hat im dritten Quartal die erhoffte Trendwende verfehlt. Vor allem die schwache Entwicklung der Kernmarke Gucci belastet das Geschäft. Das Management hält dennoch am Ziel fest, die operative Marge 2026 zu verbessern. An der Börse reagieren Anleger mit deutlichen Verkäufen.

  • Der Konzernumsatz sank auf vergleichbarer Basis um ein Prozent auf 3,35 Milliarden Euro.
  • Gucci verzeichnete einen Umsatzrückgang von sechs Prozent. Besonders in China bleibt die Nachfrage schwach.
  • Kering bestätigt das Margenziel für 2026, plant aber inzwischen mindestens 125 Filialschließungen.

Kering erzielte im dritten Quartal einen Umsatz von 3,34 Milliarden Euro. Nominal lag dieser damit nahezu auf Vorjahresniveau. Auf vergleichbarer Basis gingen die Erlöse jedoch um ein Prozent zurück. In den ersten neun Monaten summierte sich der Umsatz auf 10,6 Milliarden Euro und lag damit zwei Prozent unter dem Vorjahreswert. Bereinigt um Wechselkurs- und Portfolioeffekte blieb er stabil.

Besonders problematisch bleibt die Entwicklung bei Gucci. Die wichtigste Marke des Konzerns setzte im dritten Quartal 1,29 Milliarden Euro um. Das entspricht einem Rückgang von sechs Prozent auf vergleichbarer Basis. Die schwache Nachfrage in China und zurückhaltende Kundenfrequenzen bremsen die Sanierung. Eine schnelle Trendwende ist damit weiterhin nicht in Sicht.

Andere Geschäftsbereiche entwickelten sich besser. Kering Jewelry steigerte den vergleichbaren Umsatz um elf Prozent auf 239 Millionen Euro. Kering Eyewear legte um vier Prozent auf 373 Millionen Euro zu. Auch Saint Laurent und Bottega Veneta verzeichneten Zuwächse. Diese konnten die Schwäche bei Gucci allerdings nicht ausgleichen.

Kostensenkungen sollen die Marge stützen

Um die Profitabilität zu verbessern, setzt Kering den Rotstift an. Bis Ende des dritten Quartals hatte der Konzern bereits netto 105 Filialen geschlossen. Das ursprüngliche Ziel von 100 Standorten für das Gesamtjahr wurde damit übertroffen. Nun sollen 2026 mindestens 125 Filialen wegfallen. Zudem will das Management die Betriebskosten unter das Vorjahresniveau drücken und die Vorräte im Bereich Mode und Lederwaren bis Ende 2026 um rund eine Milliarde Euro reduzieren.

Am Ziel, die wiederkehrende operative Marge im Gesamtjahr 2026 gegenüber 2025 zu verbessern, hält Kering fest. Allerdings erwartet das Management keine Margenverbesserung im zweiten Halbjahr gegenüber den ersten sechs Monaten. Steigende Kosten, der regionale Umsatzmix und Investitionen in die Produktqualität bleiben zusätzliche Belastungen.

Kering (WKN: 851223)

Die Anleger reagierten enttäuscht auf die Zahlen. Die Kering-Aktie verlor nach der Zahlenvorlage rund sieben Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf rund ein Drittel. Anleger meiden das Papier weiterhin. Welche Luxus-Aktie jetzt ins Depot gehört, erfahren Sie derweil in der neuen Ausgabe von DER AKTIONÄR.

DER AKTIONÄR 44/2026
Quelle: Börsenmedien AG

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Kering.

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