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02.05.2019 Thomas Bergmann

Keine Zinssenkung! Dow Jones und DAX in Turbulenzen

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DAX

Die Börsianer sind am Mittwoch von US-Notenbankchef Jerome Powell bitter enttäuscht worden. Mit seinen Äußerungen dämpfte Powell die Hoffnungen auf eine Zinssenkung in diesem Jahr. Zugleich betonte er die Unabhängigkeit der Zentralbank – ein Giftpfeil in Richtung Donald Trump, der eine Senkung um ein Prozent forderte.

Die Notenbank will "geduldig" agieren, sagte Powell, was nichts anderes heißt, als dass die Zentralbank vorerst keine weiteren Erhöhungen oder Senkungen plant. Einige Marktteilnehmer hatten jedoch auf eine Reduzierung der Leitzinsen gesetzt, wie dem FedWatch Tool der CME zu entnehmen ist. Die Wahrscheinlichkeit wurde vor der Fed-Entscheidung bei rund 57 Prozent gesehen.

Powell stellte sich mit seiner Entscheidung auch gegen US-Präsident Trump. "Wie Sie wissen, sind wir eine nicht-politische Institution", betonte Powell vor der Presse. Kurzfristige Erwägungen politischer Art hätten bei der Entscheidungsfindung der Notenbank nichts verloren.

Kurse brechen ein

An der Wall Street kam die Notenbankentscheidung nicht gut an. Der Dow Jones sackte in den letzten Handelsminuten auf 26.430 Punkte ab, nachdem er zuvor im Hoch bei 26.689 gestanden hatte. Die Indikationen für den DAX fielen von 12.400 auf 12.240 Zähler.

In der Zwischenzeit scheint sich aber die Aufregung wieder gelegt zu haben. Der Hang Seng legte am Morgen knapp 200 Zähler oder 0,65 Prozent zu. Der XDAX notiert aktuell bei 12.353 und damit wieder über dem Schlusskurs von Dienstag.

Aus technischer Sicht wäre ein Anstieg über 12.345 wichtig (DER AKTIONÄR berichtete). Der DAX hätte dann Luft bis in den Bereich zwischen 12.460 und 12.500.

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