Der DAX stand am Mittwoch erneut unter Druck. Aus dem Handel ging er mit einem Minus von einem Prozent bei 24.195,31 Punkten. Der Start in den Donnerstag dürfte noch ein paar Punkte tiefer erfolgen. Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex am Morgen 0,1 Prozent im Minus bei 24.167 Zählern.
Bestimmendes Thema ist weiterhin der Krieg im Iran. Hier hat sich die Lage zuletzt wieder verschärft. Trotz einer seit rund zwei Monaten bestehenden Waffenruhe lieferten sich beide Seiten in der zweiten Nacht hintereinander intensive Angriffe, was die Sorge vor einer weiteren Ausweitung des Konflikts wachsen lässt. Nach Angaben aus Teheran reagierte das iranische Militär auf neue US-Angriffe mit Gegenmaßnahmen. Die Ölpreise legten wieder leicht zu.
Auf der Terminseite steht heute Nachmittag der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) im Fokus. Erwartet wird hier eine Erhöhung um 0,25 Basispunkte. Zudem gibt es aus den USA die Erzeugerpreise für Mai. Unternehmensseitig stehen heute nach US-Börsenschluss Zahlen von Adobe auf dem Programm. Am Mittwoch nach US-Börsenschluss veröffentlichte bereits der SAP-Konkurrent Oracle seine Zahlen. Die Aktie brach nachbörslich deutlich ein. Heute gibt es zudem noch einige Hauptversammlungen – unter anderem bei Evotec und HHLA. Anleger dürften zudem weiter Hugo Boss im Blick haben nach einem Übernahmeangebot von Frasers.
Zudem dürften die Vortagesgewinner und -verlierer im DAX weiterhin Beachtung finden. Deutsche Telekom, Adidas, Zalando, Symrise und Qiagen waren hier am stärksten. Siemens Energy, SAP, Siemens, Commerzbank und DHL waren hingegen am DAX-Ende zu finden.
Die Ölpreise haben zuletzt wieder etwas zugelegt. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent kostet am Donnerstagmorgen knapp 93 Dollar. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI liegt bei knapp 92 Dollar. Eine Feinunze Gold kostet 4.076 Dollar, eine Feinunze Silber 63,71 Dollar. Ein Bitcoin wird derzeit für 62.745 Dollar gehandelt.
Die US-Börsen standen am Mittwoch unter Druck. Der Leitindex Dow Jones Industrial verlor 1,9 Prozent auf 49.918,78 Punkte. Der marktbreite S&P 500 gab 1,6 Prozent nach auf 7.266,99 Zähler. Und der technologielastige Nasdaq 100 verzeichnete ein Minus von zwei Prozent auf 28.508,03 Punkte.
Die wichtigsten asiatischen Börsen finden am Donnerstagmorgen keine einheitliche Richtung. Der japanische Leitindex Nikkei 225 legt derzeit 0,1 Prozent zu. Der CSI 300 mit den wichtigsten chinesischen Festlandaktien notiert hingegen 1,1 Prozent tiefer. Der Hang Seng der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong verzeichnet ebenfalls ein Minus von 1,3 Prozent. Der südkoreanische KOSPI legt wiederum 0,1 Prozent zu.
DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.
Heute, 06:56