So investieren Sie wie Peter Lynch
28.12.2020 Marion Schlegel

Home24: Top-Gewinner im SDAX – Aktie gewinnt mehr als 10 Prozent

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Home 24

Die angelaufenen Corona-Impfungen in Deutschland bremsen am Montag keineswegs das Anlegerinteresse am SDAX-Neuling Home24. Die Papiere schossen an der Spitze des Nebenwerte-Index um mehr als zehn Prozent nach oben und näherten sich so ihrem Anfang Dezember erreichten Hoch seit zwei Jahren von 20,88 Euro. Mit 20,81 Euro in der Spitze lag dieses zu Wochenbeginn nur noch wenige Cent entfernt. Zuletzt hatte eine Kapitalerhöhung die Rallye vorübergehend ins Stocken gebracht.

Home 24 (WKN: A14KEB)

Der Online-Händler von Möbeln und Heimaccessoires gehört seit Monaten zu den Pandemie-Profiteuren, während die Ladengeschäfte der Konkurrenz zeitweise geschlossen bleiben mussten. Gemeinsam mit den Papieren des Konkurrenten Westwing war Home24 zuletzt der Sprung in den SDAX gelungen, was die Aufmerksamkeit bei Anlegern weiter erhöhte. Bis zur Viruskrise galt die seit 2018 börsennotierten Aktie noch als Flop.

Vom im Jahr 2018 bei 31,80 Euro markierten Allzeithoch ist das Papier von Home24 allerdings noch einiges entfernt – im Gegensatz zu Westwing. Die Aktie hat erst vor wenigen Tagen auf ein neues Allzeithoch klettern können.

Westwing wurde 2011 gegründet und bezeichnet sein Geschäftsmodell als "inspirationsbasierten" Online-Handel. Nur wer sich als Kunde registriert hat, kann die Angebote auf der Website durchstöbern. Das Unternehmen schätzt den Markt für Möbel und Wohnaccessoires weltweit auf ungefähr 575 Milliarden Euro, davon entfalle rund ein Fünftel auf diejenigen elf Länder, in denen das Unternehmen schon vertreten sei. Mehr als die Hälfte seines Umsatzes erwirtschaftet Westwing bisher im deutschsprachigen Raum.

Westwing (WKN: A2N4H0)

Anleger, die bei Home24 investiert sind, lassen ihre Gewinne laufen. Gelingt der Sprung auf ein neues 52-Wochen-Hoch, würde dies ein weiteres positives Signal bedeuten. Gewinne laufen lassen sollten Anleger auch bei der Aktie von Westwing. DER AKTIONÄR hat das Papier Ende Juli dieses Jahres bei 13,85 Euro zum Kauf empfohlen. Mittlerweile liegt die Position mehr als 100 Prozent in Front.

(Mit Material von dpa-AFX)