22.01.2019 Andreas Deutsch

Henkel: So tief kann Deutschlands schlechtester Blue Chip noch fallen

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Henkel
Trendthema

Die Aktie des Konsumgüterherstellers Henkel steht nach dem Einbruch vom gestrigen Montag auch am Dienstag unter Druck. Das Chartbild sieht katastrophal aus. Henkel will nun kräftig investieren, nachdem der Vorstand jahrelang einen strikten Sparkurs gefahren hatte. Die Anleger überzeugt dies hingegen nicht.

Henkel im freien Fall. Nach den zweistelligen Kursverlusten vom Montag verliert die Aktie am Dienstagvormittag knapp ein Prozent.

Damit setzt sich der Abwärtstrend rapide fort. Mit einem Minus von 9,7 Prozent seit Jahresanfang ist die Henkel-Aktie die mit Abstand schlechteste Aktie im DAX.

Aus charttechnischer Sicht gilt jetzt Alarmstufe Rot. Die Aktie hat auf der wichtigen Unterstützung im Bereich 86 Euro aufgesetzt. Hält diese Marke nicht, könnte sich die Abwärtsdynamik bis in den Bereich 72 Euro fortsetzen, wo die nächste bedeutende Unterstützung verläuft.

Henkel hatte am Montag mit den Jahreszahlen auf der ganzen Linie enttäuscht und die Kennzahlen in allen drei Geschäftsbereichen verfehlt. So blieb Henkel etwa beim Umsatz mit einem Wachstum von 2,4 Prozent am unteren Ende der angepeilten Spanne von zwei bis vier Prozent. Im Vorjahr waren die Erlöse noch um 3,1 Prozent gestiegen.

Henkel muss jetzt liefern

Kaputtes Chartbild, maues Wachstum: Die Lage bei Henkel ist angespannt. Ob die angekündigten Investitionen reichen, um das Vertrauen des Marktes zurückzugewinnen, ist Stand jetzt äußerst fraglich. Kein Kauf.