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16.03.2020 Nikolas Kessler

HelloFresh: Das ist wirklich bitter

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HelloFresh

Lebensmittel bequem nach Hause liefern lassen statt vor leergekauften Supermarktregalen zu stehen: Das Geschäftsmodell von HelloFresh ist eigentlich prädestiniert, um von der Corona-Angst zu profitieren. Im Kurs der Aktie spiegelt sich das leider nicht wider.

Starke Zahlen, ein optimistischer Ausblick und die überraschende Aufnahme in den MDAX haben der HelloFresh-Aktie Anfang März bei 27,85 Euro ein neues Allzeithoch beschert. Die allgemeine Corona-Panik an den Märkten ließ den Kurs seitdem allerdings um mehr als 40 Prozent einbrechen.

Alleine am heutigen Montag geht es um über zehn Prozent abwärts. Dabei könnte der Kochboxen-Versender sogar profitieren, wenn im Kampf gegen Corona nun vielerorts Restaurants geschlossen werden und die Menschen aus Angst vor Ansteckung und leeren Regalen die Supermärkte meiden.

CFO kauft nach

Das Top-Management des Unternehmens ist da zuversichtlicher: Erst am Donnerstag hatte Finanzvorstand Christian Gärtner den Rücksetzer vom Allzeithoch ausgenutzt und zum Kurs von 19,18 Euro 1.000 eigene Aktien gekauft. 

HelloFresh (WKN: A16140)

DER AKTIONÄR hatte die Hellofresh-Aktie im Januar zum Kauf empfohlen und den Kochboxen-Anbieter in Ausgabe 11/2020 als potenziellen Corona-Profiteur identifiziert. Dem extrem schwachen Gesamtmarkt konnte sich der MDAX-Titel dennoch nicht entziehen. Zwischenzeitlich wurde der Stopp bei 18 Euro ausgelöst. Bei einer Stabilisierung können Anleger aber wieder einen Fuß in die Tür stellen.