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17.04.2015 Werner Sperber

HeidelbergCement wird auseinandergenommen; Börsenwelt Presseschau II

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Die Fachleute der Actien-Börse schreiben, die Wirtschaftslage ist gut, was dem Wohnungsbau zugute kommt. Private, Firmen und Politiker haben Investitionen zurückgehalten, was die Grundlage für den Hoch-, Tief- und Gewerbe-Bau ist. Diese vier Bau-Sektoren kommen vor allem in Deutschland gut voran. Der Ingenieur-Bau ist auch im Ausland gefragt. Große Phantasie steckt nicht im Bau, zumal alle Konzern-Strategien bislang fragwürdig waren und zu schwachen Ergebnissen führten.

Wenn Holcim Lafarge kauft und der neue Konzern ein paar Zementwerke in Deutschland verkauft, ist das neue Unternehmen Weltmarkführer für Baustoffe vor CEMEX. Der Börsenwert des zusammengeschlossenen Unternehmens beträgt 40 bis 41 Milliarden Euro, derjenige von HeidelbergCement 14 Milliarden Euro. HeidelbergCement muss nicht zukaufen und zwingend mehr Tonnen Zement produzieren, sondern sich auf dem Zementmarkt qualifizieren und die mit dem Kauf der Firma Hanson eingegangenen zu hohen Risiken sowie auch die Schulden durch Firmenverkäufe und effizienteres Arbeiten deutlich verringern. Der Gewinn je Aktie soll sich von 2,60 Euro in diesem auf 5,60 Euro im nächsten Jahr erhöhen, was einem KGV von 11 entspräche. Die Aktie von HeidelbergCement wäre dann die am niedrigsten bewertete im DAX (ohne die Deutsche Lufthansa AG und die Deutsche Bank AG zu berücksichtigen). Beim Auseinandernehmen von HeidelbergCement ist bislang nur der halbe Weg gegangen. Das Kursziel beträgt 86 Euro.

Behandelte Werte

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