16.03.2017 Maximilian Völkl

HeidelbergCement: Trump im Fokus – so geht es jetzt weiter

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Heidelberg Zement
Trendthema

Am Donnerstag hat HeidelbergCement Zahlen für das Gesamtjahr 2016 präsentiert. Diese sind aufgrund der Italcementi-Übernahme zwar schwer mit dem Vorjahr zu vergleichen. Insgesamt fielen die Ergebnisse aber schwächer aus als erwartet. Trotz des freundlichen Marktumfelds gibt die Aktie des Baustoffkonzerns heute entsprechend nach.

Dank der Übernahme hat HeidelbergCement den Umsatz 2016 um 13 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro gesteigert. Der operative Gewinn (EBITDA) legte ebenfalls um 13 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro zu. Negativ: Auch mit der Prognose lag Konzernchef Bernd Scheifele unter den Markterwartungen.

Im Fokus steht im laufenden Jahr der Abschluss der Integration von Italcementi. Dabei sollen mehr Synergien gehoben werden als bislang geplant. Insgesamt wird für 2017 mit „moderaten“ Zuwächsen bei Erlösen und operativem Ergebnis gerechnet. Dies bedeute einen Anstieg zwischen fünf und zehn Prozent, so Scheifele. Positiv sollen sich vor allem die Infrastrukturausgaben in den USA auswirken. Auch in West- und Südeuropa wird mit einer guten Entwicklung gerechnet.

Keine Mauer

Die Baustoffbranche dürfte von Trump profitieren. Laut Scheifele werden diese sich im laufenden Jahr aber noch nicht bemerkbar machen. Vorsichtiger äußerte der Konzernlenker sich zum Mauerbau – bereits im vergangenen Jahr erntete er herbe Kritik, als er eine Beteiligung von HeidelbergCement ins Gespräch brachte. „Wir sind grundsätzlich ein Materiallieferant und kein Bauunternehmen“, betonte Scheifele nun. Bei einer Anfrage würden die Töchter vor Ort die Entscheidungen treffen.

Dabeibleiben

Den leichten Rücksetzer können Anleger noch einmal zum Einstieg nutzen. Der weltweite Bauboom, die Entwicklung in den USA und die Italcementi-Übernahme sollten dafür sorgen, dass sich die Aktie von HeidelbergCement weiter stark entwickelt. Das erste Ziel liegt nach wie vor beim Mehrjahreshoch bei 94,42 Euro.