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16.02.2018 Benedikt Kaufmann

Google stärkt Plattform-Business durch Übernahme – hier liegt die Zukunft

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Google kauft von LogMeIn die IoT-Plattform Xively für 50 Millionen Dollar. Damit erhält der Konzern eine bereits etablierte Plattform, die sich gut in die Google Cloud integrieren lässt.

Xively bietet Herstellern die einfache Integration neuer Produkte. Innerhalb der Benutzeroberfläche lassen sich von Nutzer und Hersteller alle wichtigen Daten überwachen und bei Bedarf automatisch auszuführende Aufgaben anlegen.

Der Grund weshalb LogMeIn ein Zukunftsgeschäft an Google verkauft, lässt aufhören. In einer Pressemittleilung teilt die Unternehmensführung mit: „Wir glauben, dass Google Cloud angesichts seiner Reichweite und erfahrenen Entwickler weitaus besser geeignet ist, um im Plattform-Geschäft eine führende Rolle einzunehmen.“

Die führende Plattform allein ist zwar gut – doch um wirklich eine gesamte Branche zu dominieren, muss auch die Hardware-Seite bespielt werden. In Sachen IoT scheint Google dazugelernt zu haben. Sowohl die Plattformseite wird gestärkt als auch neue Hardware von Anfang an auf den Markt gebracht. Google erwartet, dass bis 2020 rund 20 Milliarden vernetzte Geräte im Umlauf sind. Hierfür will der Konzern eine allumspannende Plattform bieten.

Für Anleger ist der Zukauf ein weiteres Signal, dass Google in Sachen IoT weiter am Ball bleiben will. Vor einer Woche wurde zudem der SmartHome-Anbieter Nest erneut bei Google eingegliedert. Hardware, Plattform und Datenanalyse – alles wieder unter einem Dach. Eine Kombination auf die Anleger vertrauen können. Hier steckt das künftige Kurspotential von Google. Es gilt: Dabei bleiben und Gewinne laufen lassen.

Buchtipp: Die Facebook-Gefahr

Facebook ist in die Kritik geraten. Bots, Trolle und Fake News sind Synonyme für die Pro­bleme des Konzerns. Spätestens seit Brexit und Trump sehen Nutzer die Reichweite und die Algorithmen mit Argwohn. Einer von Ihnen: Roger McNamee. Einst stolz darauf, zu den ersten Facebook-Investoren zu gehören, ist der Kapitalgeber und Tech-Experte nun zum scharfen Kritiker geworden. In seinem Buch rechnet er mit Mark Zuckerberg und Sheryl Sandberg ab. Ihre Reaktion auf den Missbrauch des sozialen Netzwerks ist seiner Ansicht nach völlig unzureichend und geht am Kern des Problems vorbei: der Bedrohung unserer demokratischen Grundordnung. „Die Facebook-Gefahr“ ist ein nicht zu überhörender Weckruf – für das Silicon Valley, für die Politik, für uns alle.

Autoren: McNamee, Roger
Seitenanzahl: 400
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Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-662-2