Der Goldpreis ist am heutigen Montag deutlich gefallen. Der Spotpreis gab zeitweise um mehr als zwei Prozent auf rund 4.198 Dollar je Feinunze nach und rutschte unter die wichtige Marke von 4.200 Dollar. Belastend wirkt das Zusammenspiel aus höheren Ölpreisen, steigenden US-Anleiherenditen und einem festeren Dollar.
Brent-Öl verteuerte sich wegen der Spannungen rund um Iran und die Straße von Hormus auf mehr als 106 Dollar je Barrel. Das schürt Inflationssorgen und verstärkt die Erwartung einer weiter straffen Geldpolitik der Federal Reserve.
Die Märkte rechnen mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 66 bis 68 Prozent für eine weitere Zinserhöhung um 25 Basispunkte im Oktober. Die Fed hatte den Leitzins Mitte September auf 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben. Höhere Zinsen machen verzinste Anlagen attraktiver und erhöhen die Opportunitätskosten eines Investments in das unverzinste Gold.
Auch die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg auf über fünf Prozent, während der Dollar weiter zulegte. Das belastet Gold zusätzlich, weil das Edelmetall für Käufer außerhalb des Dollarraums teurer wird. Geopolitische Risiken liefern dem Gold kaum Unterstützung.
Die Ablehnung eines iranischen Vorschlags zur Wiederöffnung der Straße von Hormus sorgt zwar für Unsicherheit, doch der Zins- und Währungseffekt überwiegt. Charttechnisch wäre es wichtig, die Marke von 4.200 Dollar zurückzuerobern. Dann wäre eine Stabilisierung möglich. Ein Bruch könnte weitere Verkäufe auslösen. Im Wochenverlauf richten sich die Blicke auf US-Inflations- und Arbeitsmarktdaten.
Auch wenn sich das Chartbild nun natürlich klar eingetrübt hat, bleibt DER AKTIONÄR für Gold mittel- bis langfristig zuversichtlich gestimmt. Wer auf die führenden Goldproduzenten setzen will, liegt mit dem Best of Gold Miners und dem Indexzertifikat mit der WKN DA0AAY richtig.
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