Gold könnte nach Einschätzung von Aakash Doshi langfristig auf 10.000 Dollar steigen. Für den Leiter der Goldstrategie bei State Street Investment Management geht es dabei weniger um die Möglichkeit als um den Zeitpunkt. Anleger sollten sich auf eine Preisspanne zwischen 5.000 und 10.000 Dollar einstellen, so Doshi in einem Gespräch mit Kitco News.
Der Sprung auf 10.000 Dollar sei „letztlich eine Frage des Timings statt der Möglichkeit“. Die Grundlage für seine Zuversicht ist die anhaltende Skepsis gegenüber Papierwährungen und Staatsanleihen. Der sogenannte Entwertungshandel hatte den Goldpreis bereits zu Jahresbeginn auf Rekordstände getrieben. Der anschließende Ölpreisschock im Iran-Krieg habe diese Entwicklung lediglich vorübergehend in den Hintergrund gedrängt. Hohe Inflation, steigende Zinsen und ein stärkerer Dollar hätten den Markt zeitweise belastet, die grundlegenden Argumente für Gold seien jedoch bestehen geblieben.
Besonders kritisch bewertet Doshi die finanzielle Lage der Vereinigten Staaten. Die US-Staatsverschuldung liegt inzwischen über 40 Billionen Dollar. Gleichzeitig gebe es aus Washington kaum Anzeichen für eine nachhaltige Begrenzung von Staatsausgaben und Neuverschuldung. Hinzu komme, dass die USA den Dollar zunehmend als Instrument der Außenpolitik einsetzten. Das habe bei einigen Ländern das Vertrauen in US-Anlagen zusätzlich geschwächt.
Auch die zunehmenden Zuflüsse in börsengehandelte Goldfonds wertet er als wichtiges Signal: „Wir haben gesehen, dass die Zuflüsse von westlichen ETF-Investoren stark zugenommen haben. Ich denke, hier gibt es genug Feuerkraft.“
Es geht nicht "geradeaus"
Die Basisprognose von State Street liegt derzeit bei 4.700 bis 5.000 Dollar je Unze bis zum Beginn des Winters. Eine überraschende geldpolitische Wende der US-Notenbank oder ein neuer makroökonomischer Schock könnten dazu führen, dass die Marke von 5.000 Dollar schneller erreicht wird. Für Doshi ist allerdings nicht allein die Fed entscheidend. Die Tragfähigkeit der Staatsfinanzen sei das größere und zudem globale Problem. „Es gibt einfach Bedenken hinsichtlich des schieren Schuldenniveaus, der Höhe der Haushaltsausgaben, die in nicht-rezessiven Zeiten stattfinden.“
Sollten die Renditen künftig sinken, könnte das den Goldpreis zusätzlich antreiben. Selbst steigende Renditen könnten laut Doshi jedoch positiv interpretiert werden, wenn sie auf schwindendes Vertrauen in Staatsanleihen und einen schwächeren Dollar hindeuten. Den Weg zu 10.000 Dollar erwartet Doshi allerdings nicht „geradeaus“. Die langfristige Richtung hält er dennoch für klar.
Die Aussichten für den Goldpreis und damit auch für große Produzenten wie etwa Kinross Gold, Barrick, Newmont, oder Agnico Eagle Mines sind weiterhin gut. Wer gezielt auf diesen Bereich setzen will, liegt mit dem Best of Gold Miners und dem Indexzertifikat mit der WKN DA0AAY richtig.
Doch auf welche Einzelaktien soll man setzen? Welche besser meiden? Welche Rohstoffe sind noch interessant? All das erfahren Sie bei Goldfolio, Ihrem Börsendienst für Gold-, Silber- und Rohstoffaktien. Testen Sie jetzt Goldfolio.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit dem Emittenten der dargestellten Wertpapiere hat die Börsenmedien AG eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, wonach sie dem Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von dem Emittenten Vergütungen.
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Barrick Mining, Newmont, Agnico Eagle Mines.
Heute, 07:01
Bei Google bevorzugen