17.09.2014 Marion Schlegel

Gold: 2.700 Dollar in drei Jahren

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Der Goldpreis notiert weiter unter der Marke von 1.240 Dollar. Damit haben nach wie vor die Bären die Oberhand. „Das Short-Szenario ist intakt“, sagt Markus Bußler, Rohstoffexperte vom Anlegermagazin DER AKTIONÄR. Doch dies ändere nichts an seiner übergeordnet bullishen Einschätzung zu Gold.

Das Chance-/Risiko-Verhältnis auf der Shortseite sei derzeit ausgezeichnet. Ein Short könne knapp über dem Widerstand bei 1.245 bis 1.248 Dollar abgesichert werden. Die Chancen auf einen Kursverfall bis zum Doppelboden bei 1.180 Dollar stehen nach wie vor gut. „Aus Trading-Gesichtspunkten ist das eine ausgezeichnete Möglichkeit“, sagt Bußler in der Sendung „Börse live – Gold spezial“. Dennoch ändere sich an seiner grundsätzlichen Einschätzung, dass Gold mittel- bis langfristig steigen werde, nichts. Er rät deshalb auch von Verkäufen von physischem Gold ab. Er habe eine Einschätzung von einem amerikanischen Kollegen gelesen, der mit Hilfe eines Berechnungsprogramms mit Hilfe eines gleitenden Goldpreises ein Ziel von 2.700 Dollar bis zum Jahr 2017 errechnet hat. „Da bin ich gerne dabei“, sagt Bußler. Allerdings bleibe kurzfristig das Short-Szenario intakt.

Yamana – spannendes Investment?
Yamana Gold sei einer der Kaufkandidaten sobald sich der Goldpreis stabilisiere und wieder nach oben drehe. Die Aussichten seien gut. Die Osisko-Übernahme dürfte für eine steigende Produktion bei gleichzeitig fallenden Kosten sorgen. Dies dürfte die Aktie mittelfristig beflügeln. Die Bieterschlacht um Osisko hatte die Aktie einbrechen lassen und dafür gesorgt, dass das Papier seit Jahresanfang deutlich im Minus notiere. Den Bewertungsrückstand zu anderen Goldminen-Aktien sollte Yamana aber aufholen können.

Zudem spricht Bußler im Rahmen von Zuschauerfragen über die Papiere von Impact Silver, First Majestic Silver und Rye Patch Gold. Insbesondere First Majestic Silver sei ein interessantes Investment. Der Konzern könne auch bei dem aktuellen Silberpreis noch profitabel arbeiten. Zudem wachse die Produktion weiter. Zwei Minen seien derzeit in der Entwicklungsphase. „Das Ganze sieht sehr gut aus“, sagt Bußler. Die gesamte Sendung können Sie gleich hier abrufen.