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20.01.2017 Thorsten Küfner

Gazprom: Die Talsohle durchschritten?

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Gazprom

Der weltgrößte Erdgasproduzent Gazprom hat gestern seine Zahlen für das dritte Quartal 2016 vorgelegt. Obwohl der Gaspreis für den wichtigen deutschen Markt in diesem Zeitraum auf ein 12-Jahrestief gefallen war, erzielte das Unternehmen immerhin noch einen Nettogewinn von 1,6 Milliarden Dollar.

Im Vorjahreszeitraum hatte der halbstaatliche Konzern aufgrund diverser negativer Sondereffekte noch einen Fehlbetrag ausgewiesen. Im dritten Quartal 2016 sorgte hingegen der höhere Rubelkurs für Rückenwind, da dadurch die zahlreichen Kredite in Fremdwährungen weniger stark zu Buche schlagen. Obwohl Gazprom mit seinem Ergebnis leicht über den Markterwartungen lag, ging es im gestrigen Handel mit der Aktie zunächst bergab, was angesichts der vorangegangenen, starken Performance kein Grund zur Sorge ist. Die detaillierten Zahlen zum dritten Quartal finden Sie hier.

Das dritte Quartal ist für Gazprom wegen der hohen Temperaturen üblicherweise das schwächste Quartal des Jahres. Im zweiten Quartal 2016 hatte der Gasriese noch 3,7 Milliarden Dollar verdient, im ersten Quartal waren es 4,9 Milliarden Dollar.

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Weiterhin ein Schnäppchen
Mit einem 2017er-KGV von 4, einem KBV von 0,3 sowie einer Dividendenrendite von 5,7 Prozent (oder womöglich sogar noch deutlich mehr) ist die Gazprom-Aktie nach wie vor ein absolutes Schnäppchen. Mutige Anleger können daher weiter zugreifen. Der Stopp sollte bei 3,50 Euro belassen werden.

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