Börsen-Achterbahn: So handeln clevere Anleger richtig
Foto: Fashionette
30.04.2021 Carsten Kaletta

Fashionette: Schicke Zahlen und launiger Ausblick – Aktie zieht kräftig an

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Fashionette

Fashionette ist gut im Geschäft. Der Online-Händler für luxuriöse Modeaccessoires hat heute seine 2020er-Bilanz vorgelegt und damit die vorläufigen Zahlen bestätigt. Und: Auch der Ausblick überzeugt – das Unternehmen ist dank einer weiteren Akquisition auf starkem Wachstumskurs. Die Aktie kann davon profitieren.

Konkret: Der Umsatz ist im vergangenen Jahr um 30 Prozent auf 94,8 Euro gestiegen und das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich um 25 Prozent auf rund 8,9 Millionen Euro. Das entsprach den Schätzungen der Analysten.

Ebenfalls erfreulich: Die Kundenbestellungen haben sich im Pandemiejahr um 46 Prozent erhöht, und man konnte ein Neukundenwachstum von 63 Prozent verzeichnen. Darüber hinaus hat die Zahl der aktiven Kunden um 50 Prozent zugenommen.

2021 soll sich der Wachstumskurs mit einer noch höheren Rate fortsetzen. Aufgrund der am Donnerstag vollzogenen Übernahme von Brandfield, einem niederländischen Online-Retailer für hochwertige Modeaccessoires, erwartet Fashionette nun einen Anstieg der Nettoumsatzerlöse um rund 49 Prozent bis 58 Prozent auf zirka 141 Millionen bis 150 Millionen Euro. Bisher war von rund 120 Millionen Euro die Rede.

Überdies verfügte das Düsseldorfer Unternehmen – vor der "Holland-Akquisition" – über Mittel in Höhe von 31,8 Millionen Euro, um seine „geographische Expansion“, wie es Unternehmens-Chef Daniel Raab stets formuliert, fortzusetzen.

Die Aktie kann sich weiter von den jüngsten tiefstständen lösen. Ein Sprung über die 33-Euro-Marke würde aus charttechnischer Sicht neues Potenzial eröffnen. Die Analysten von Hauck & Aufhäuser loben den Ausblick und haben ihre Kaufempfehlung mit Ziel 53 Euro bestätigt. DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot auf steigende Kurse.

Fashionette (WKN: A2QEFA)

Fashionette hat gute Zahlen vorgelegt. Auch der Ausblick überzeugt. Mit Blick auf die Bewertung hat der Titel noch gehörig Luft nach oben. Während der Düsseldorfer Online-Händler ein 2021er-KUV von 1,4 aufweist, wird Konkurrent MyTheresa mit dem mehr als Dreifachen (2021er-Umsatzmultiple 4,7) an der Börse gehandelt.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.