An diesem Wochenende geht es in den höchsten europäischen Spielklassen wieder zur Sache. Für Manchester United und Juventus Turin steigt der erste Liga-Spieltag der Saison 2026/27. In Deutschland steht zunächst noch die erste Runde des DFB-Pokals an und für Borussia Dortmund bereits der Supercup gegen den FC Bayern München.
Der BVB hat indes heute seine Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025/26 vorgelegt. Erwartungsgemäß rutschten die Dortmunder in die roten Zahlen, weil man in der äußerst lukrativen Champions League bereits im Sechzehntelfinale die Segel streichen musste. Zudem gab es anders als in den Vorjahren ein dickes Minus auf dem Transfermarkt.
Damit sich dies nicht wiederholt, hat der Vizemeister den Sportdirektor ausgetauscht und die Strategie geändert. So soll nun Ole Book verstärkt junge, entwicklungsfähige Spieler nach Dortmund holen. Abgesehen vom niederländischen Nationalspieler Joey Veerman wurden nur Spieler unter 24 Jahren geholt: Konstantinos Karetsas (18), Giannis Konstantelias (23), Kauã Prates (18), Joane Gadou (19) und Justin Lerma (18).
Dem BVB steht eine in jeglicher Hinsicht spannende Saison bevor. Die Weichen für die Zukunft wurden jedenfalls richtig gestellt. Der BVB könnte bald wieder in die Gewinnzone zurückkehren.
Dasselbe lässt sich auch für den seit mehreren Jahren kriselnden Fußball-Giganten Manchester United sagen. Seitdem der legendäre Coach Alex Ferguson 2013 nach 27 Jahren (!) seine Trainer-Karriere beendete, wurde der englische Rekordmeister (zusammen mit Liverpool 20 Titel) nicht mehr englischer Meister. Schlimmer noch: Ausgerechnet der Erzrivale Liverpool und der Stadtrivale Manchester City liefen den stolzen Red Devils mitunter deutlich den Rang ab.
Der Verein verschliss in den vergangenen Jahren reihenweise sündhaft teure Spieler und auch Trainer, verfehlte aber dennoch immer wieder die Champions-League-Qualifikation. Doch unter dem ehemaligen Spieler Michael Carrick glückte plötzlich – vorerst – die Wende. Als Tabellendritter zog ManU wieder in die Königsklasse ein. Zudem besitzt man nun ein spannendes, entwicklungsfähiges Team. Die Zuversicht rund um das Old Trafford ist nun nach vielen trostlosen Jahren zurück. Doch die Konkurrenz in der stärksten Liga der Welt bleibt groß – und der Weg in die Gewinnzone angesichts des enorm teuren Kaders sehr weit. Immerhin konnte das Minus zuletzt deutlich verringert werden. Seit 2019 steckt man allerdings in der Verlustzone fest.
Juventus Turin konnte sich indes nicht für die Champions League qualifizieren. Ein schwerer Schlag für den italienischen Rekordmeister, der nun darauf hofft, dass der ehemalige Nationaltrainer Luciano Spalletti die fraglos talentierte Mannschaft wieder in Form bringt. In Turin hofft man, dass er nun ähnlich erfolgreich agiert wie in seinen Jahren beim SSC Neapel, dem er mit einem aufregenden, jungen Team 2023 die erste Meisterschaft seit 1990 bescherte.
Juventus Turin setzt nun scheinbar alles auf eine Karte: Man will schnellstmöglich wieder zurück in die Königsklasse. Anders als etwa der BVB setzt man nicht auf junge, entwicklungsfähige Spieler, sondern eher auf ältere, die möglichst sofort funktionieren sollen. Diese Taktik ist riskant – und teuer. Bei Juventus Turin dürften daher weiterhin die roten Zahlen dominieren. In der abgelaufenen Saison könnte ein weiterer Verlust von 55 Millionen Euro verbucht worden sein.
Um es kurz zu machen: Aktuell lohnt sich bei keiner der drei Fußball-Aktien der Einstieg. Bei Manchester United und Juventus Turin wird bereits seit Jahren kontinuierlich Geld verbrannt. Der BVB könnte zwar wieder in die Gewinnzone zurückkehren.
Allerdings gilt für alle drei Vereine: Im Konzert der ganz Großen wird es angesichts der Konkurrenz von Vereinen, die von riesigen Konzernen oder gar Staaten unterstützt werden, immer schwieriger, sich an der Spitze zu halten und dabei auch noch profitabel zu wirtschaften. Daher gilt: Genießen Sie die neue Fußball-Saison, aber investieren Sie Ihr Geld lieber in anderen Börsensegmenten! Fußball-Aktien eignen sich nicht zur Geldanlage, sondern nur für kurzfristige Spekulationen.
Heute, 15:05
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