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28.10.2020 Fabian Strebin

DWS Group erreicht Ziele bereits jetzt: Trendwende in Q3 geschafft

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DWS Group

Die DWS Group fliegt bei vielen Anlegern unter dem Radar. Allerdings zu Unrecht. Die Deutsche-Bank-Tochter hat ein erfolgreiches Quartal hinter sich und dreht weiter an wichtigen Stellschrauben. Anleger, die der AKTIONÄR-Empfehlung gefolgt sind, müssen allerdings genau hinschauen.

Unter dem Strich fuhr der Vermögensverwalter einen Gewinn von 151 Millionen Euro ein und damit 31 Prozent mehr als vor einem Jahr und als im letzten Quartal (122 Millionen Euro). Der Analystenkonsens ging nur von 133 Millionen Euro aus. Die Gesamterträge erreichten 585 Millionen Euro und lagen damit ebenfalls über den Prognosen.

Das Management hat wiederholt betont, dass der Ausblick auf das Geschäft mit Unsicherheit behaftet sei, aber man die Kosten kontrollieren wolle. Das Zahlenwerk gibt CEO Asoka Wöhrmann Recht: Die bereinigten Kosten sanken um zwölf Prozent auf 342 Millionen Euro. Damit kann der Konzern ein Jahr früher als gedacht die Zielmarke von 65 Prozent bei der Aufwand-Ertrags-Relation erreichen (Q3: 61,9 Prozent).

DWS Q3-Zahlen Präsentation

Das verwaltete Vermögen legte von 745 Milliarden Euro im zweiten Quartal auf nun 759 Milliarden weiter zu. Hintergrund sind eine bessere Marktentwicklung und gestiegene Nettomittelzuflüsse (+10,5 Milliarden in Q3). Analysten hatten lediglich mit 3,32 Milliarden gerechnet. Wöhrmann sagte: „Ein sehr gutes drittes Quartal mit hohen Nettomittelzuflüssen unterstreicht die Stärke unseres diversifizierten Geschäftsmodells auch in der Pandemie. Ab dem kommenden Jahr werden wir uns auf Wachstum und Transformation fokussieren, um auf die Megatrends zu reagieren, denen wir uns mit unseren Kunden gegenübersehen.“

DWS Group (WKN: DWS100)

Die Zahlen machen Mut, dass die DWS auch weiterhin gut durch die Pandemie kommt. DER AKTIONÄR hatte das Papier im Frühjahr empfohlen und einen Stopp von 28,00 Euro gesetzt. Da die Notierung aktuell knapp über dieser Marke gehandelt wird, ist ein Neueinstieg derzeit kein Thema. Investierte Anleger beobachten die Situation genau.