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23.04.2021 Fabian Strebin

DWS Group: Aufregung vor Zahlen - Deal in der Schweiz möglich

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DWS Group

Die DWS Group präsentiert am kommenden Mittwoch die Zahlen zum abgelaufenen Quartal. Wichtige Ziele bei der Kostenquote oder den Nettomittelzuflüssen konnten eher erreicht werden als ursprünglich geplant. Da das Marktumfeld positiv ist, stehen weiterhin mögliche Zukäufe im Raum. Schon einmal – vor zwei Jahren – sollte es einen großen Deal geben, der dann aber scheiterte. Nun steht eine mögliche Widerauflage im Raum. Andere Optionen gibt es aber auch.

Die Reise geht in die Schweiz, genauer gesagt zur Credit Suisse. Vor zwei Jahren wollte die Schweizer Bank eine Milliarde Euro von der Deutschen für ihre Vermögensverwaltungssparte. Diese hatte man ins Auge gefasst und wollte sie übernehmen. Das habe Christian Sewing, CEO der Deutschen Bank, abgelehnt, so das Manager-Magazin. Die Credit Suisse prüft wohl schein etwas länger Optionen für ihre Sparte, zumal der Druck nach dem Zusammenbruch des Hedgefonds Archegos auf den Schweizern lastet. Die Bank soll umstrukturiert werden und muss sparen.

Zeiten sind günstig

Was die Marktkapitalisierung angeht, liegt die Deutsche Bank mit 21 Milliarden nur noch eine Milliarde hinter der Credit Suisse. Der Kaufpreis für das Assetmanagement könnte somit geringer ausfallen als vor zwei Jahren. Oder es kommt zu einem Megadeal und die Deutsche übernimmt den Konkurrenten komplett. Das planten schon Sewings Vorgänger. Er selbst wollte die Bank eigenständig weiterführen, doch außer im Investmentbanking läuft es noch nicht überall rund.

DWS Group (WKN: DWS100)

Die DWS-Aktie ist immer noch einer der Analysten-Lieblinge. Das durchschnittliche Kursziel liegt mit 41,53 Euro fast zehn Prozent über dem aktuellen Kurs. 21 der insgesamt 24 Experten, die die Papiere covern, rät zum Kauf. Nur einer würde verkaufen. Die Bewertung ist mit einem 2012-er KGV von 12 günstig.

Die Notierung hat die GD50 bei 36,53 Euro erfolgreich getestet und ist nach oben abgeprallt. Das nächste Ziel liegt nun beim Jahreshoch von 38,83 Euro. Anleger greifen zu und sichern sich so auch die üppige Dividende.