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Drohnenangriffe: Die Gefahr ist real – Deutschland rüstet auf

Drohnenangriffe: Die Gefahr ist real – Deutschland rüstet auf
Foto: Rheinmetall
Rheinmetall AG - %
Jan-Paul Fóri Heute, 14:15 ‧ Jan-Paul Fóri
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Rund 650 Drohnen über der Region Moskau, zwölf abgezogene US-Bomber in Großbritannien: Die jüngsten Meldungen machen klar, wie schnell unbemannte Fluggeräte zur Gefahr für Militärstützpunkte und kritische Infrastruktur werden können. Deutschland reagiert – auch für Rheinmetall und Hensoldt wächst der mögliche Markt.

  • Moskaus Bürgermeister meldet einen Großangriff; die Zahlen sind nicht unabhängig bestätigt.
  • Die USA verlegten zwölf B-1-Bomber aus Großbritannien – laut Medienberichten wegen einer möglichen iranischen Drohnenbedrohung.
  • Bundeswehr und Polizei bauen Fähigkeiten zur Erkennung und Abwehr aus.

Drohnenschwärme und Bedrohungen aus der Luft

Wie groß die Gefahr mittlerweile ist, zeigt der Blick in die Ukraine und nach Russland. In der Nacht auf den 6. Oktober seien nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin rund 650 ukrainische Drohnen auf die Region Moskau zugeflogen. 105 davon seien beim Anflug auf die Hauptstadt zerstört worden. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. 

Dass Drohnen längst nicht mehr nur auf dem Schlachtfeld eine Rolle spielen, zeigt auch die Reaktion der USA. Bereits am Wochenende wurden alle zwölf B-1-Bomber vom britischen Luftwaffenstützpunkt RAF Fairford abgezogen. US-Medien berichten, Geheimdienstinformationen hätten auf eine mögliche, mit dem Iran verbundene Bedrohung hingedeutet. US-Präsident Donald Trump bestätigte zwar entsprechende Gefahren, nannte jedoch keinen möglichen Urheber. Ein Angriff auf die Basis wurde bislang nicht bestätigt.

Für die Militärs in aller Welt stellt sich damit eine zentrale Frage: Wie lassen sich große Drohnenschwärme frühzeitig erkennen und zuverlässig abwehren? Deutschland will seine Fähigkeiten in diesem Bereich nun deutlich ausbauen.

Deutschland erhöht die Kapazitäten

Auf dem Truppenübungsplatz Bergen prüft das Heer mehr als 40 Systeme. Dabei geht es nicht nur um die technische Leistungsfähigkeit, sondern auch darum, wie sich die Systeme in die bestehende IT-Infrastruktur integrieren lassen. Parallel plant die Bundeswehr ein Drohnenregiment mit bis zu 600 Angehörigen. 

Auch bei der Polizei werden die Kapazitäten erweitert. Das Drohnenkompetenz- und -abwehrzentrum in Erding soll schrittweise von rund 40 auf etwa 100 Mitarbeiter wachsen. An Flughäfen sind ebenfalls zusätzliche Technik und mehr Personal für die Drohnenerkennung und -abwehr vorgesehen. Damit entsteht neben dem militärischen Bedarf ein weiterer Markt für Anbieter entsprechender Sensorik und Abwehrsysteme. Genau hier kommen Rheinmetall und Hensoldt ins Spiel.

Rheinmetall und Hensoldt sind gut positioniert

Rheinmetall setzt bei der Drohnenabwehr unter anderem auf die Flugabwehrsysteme Skyranger und Skynex. Hensoldt wiederum liefert Radarsensoren, die auch in Systeme von Rheinmetall integriert werden. Zudem soll Hensoldt mobile Drohnendetektionsfahrzeuge für die Bundespolizei bereitstellen. Beide Unternehmen sind damit bereits konkret in der Technologie rund um die Erkennung und Abwehr unbemannter Fluggeräte positioniert. 

Rheinmetall (WKN: 703000)

Auch wenn Rheinmetall und Hensoldt aktuell schwächeln: Die akute Bedrohungslage macht Rüstungsaktien mittelfristig weiter aussichtsreich. DER AKTIONÄR favorisiert weiterhin Rheinmetall. Die Aktie des Düsseldorfer Rüstungsriesen ist ein Kauf.

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