Der italienische Versicherungsriese Generali richtet sein Geschäft weiter strategisch neu aus. Der Allianz-Konkurrent verkauft das Schaden- und Unfallgeschäft in Irland und Nordirland an den Schweizer Versicherer Zurich – und stärkt damit auch die attraktive Dividende.
Zurich zahlt für das Geschäft 337 Millionen Euro in bar an Generali. Der endgültige Kaufpreis kann sich bis zum Abschluss der Transaktion noch leicht anpassen. Der Abschluss wird – vorbehaltlich der notwendigen behördlichen Genehmigungen – bis Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet.
Zum Verkauf steht das irische und nordirische Nichtlebensgeschäft von Generali, das unter der Marke RedClick betrieben wird. Die Aktivitäten werden derzeit von der spanischen Generali-Tochter gesteuert. Mit dem Deal wechseln auch die Mitarbeitenden von RedClick zum Irland-Geschäft von Zurich.
Für Zurich passt die Übernahme strategisch ins Bild. Der Versicherer will sein Retail-Geschäft mit Privatkunden sowie kleinen und mittleren Unternehmen in der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika weiter ausbauen. Durch die Integration des Geschäfts will Zurich sowohl im Lebens- als auch im Nichtlebensegment in Irland zu den drei größten Anbietern aufsteigen.
Generali verfolgt mit dem Verkauf eine andere strategische Stoßrichtung: Der Konzern will sich stärker auf jene Märkte konzentrieren, in denen bereits eine führende Position besteht. Aus der Transaktion erwartet das Unternehmen zudem einen Buchgewinn, der sich positiv auf die Ergebnisse auswirken dürfte.
Strategisch ist der Schritt nachvollziehbar. Generali verschlankt sein Portfolio und konzentriert Kapital auf margenstarke Kernmärkte. Für Anleger bleibt der Versicherer vor allem nicht zuletzt wegen der attraktiven Ausschüttungspolitik interessant. Die Dividendenrendite liegt aktuell bei 4,7 Prozent. Anleger bleiben investiert. Zurich ist hingegen keine laufende Empfehlung. Daran ändert auch der neue Zukauf nichts.
Heute, 15:13