22.02.2019 Marion Schlegel

Dividendenaristokrat Fresenius – wer hätte das gedacht!

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Fresenius
Trendthema

Die Aktionäre von Fresenius hatten im vergangenen Jahr alles andere als Anlass zur Freude. Die Aktie rauschte von rund 70 Euro auf zeitweise unter 40 Euro ab. Damit wurden mehr als 45 Prozent der Marktkapitalisierung innerhalb weniger Wochen vernichtet. Seit Dezember hat das Papier aber eine massive Aufholjagd gestartet, die sich zuletzt sogar noch einmal beschleunigt hat. Im 4-Wochenvergleich ist das Papier mit plus 16 Prozent ganz klar der beste Wert im DAX. Und auch am Donnerstag führte Fresenius mit plus 2,3 Prozent die Gewinnerliste des wichtigsten deutschen Börsenbarometers an. Aus charttechnischer Sicht rückt nun die 200-Tage-Linie in den Fokus, die bei knapp 60 Euro verläuft.

Einem Bericht von Bloomberg zufolge fordert Fresenius nun eine Entschädigung für den abgesagten Akorn-Deal. Das deutsche Medizintechnik- und Gesundheitsunternehmen fordert mehr als 100 Millionen Dollar, heißt es. Fresenius will die Gelder zurückholen, die für die Untersuchung der Fehler beim US-Generikahersteller ausgegeben wurden, plus Prozesskosten, um die Akquisition abzusagen, so Bloomberg. Akorn sieht dafür keine Grundlage und hält die Forderungen für „übervorteilend“, wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt. Sollte das Gericht Fresenius die Mittel zusprechen, entspräche die Summer rund 20 Prozent (!) der aktuellen Akorn-Marktkapitalisierung.

Quelle: Fresenius

Anleger, die der Empfehlung des AKTIONÄR gefolgt sind, im Zuge des Abwärtssogs im vergangenen Jahr mit einem Abstauberlimit zu agieren, liegen nun bereits gut in Front. DER AKTIONÄR empfiehlt, die Gewinne laufen zu lassen, die Position aber mit einem Stopp bei 39,50 Euro abzusichern. Schöner „Bonus“ außerdem: die attraktive Dividende. Die Anleger sollen eine um 5 auf 80 Cent je Aktie erhöhte Dividende erhalten. Dies entspricht einer Rendite von 1,6 Prozent. Das Besondere: Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr seine Dividende das 25. Mal in Folge angehoben und gehört damit zu den Dividendenaristokraten.