Inflationsangst? Nicht mit diesen Aktien!
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08.06.2014 Stefan Sommer

Deutsche Telekom: US-Spekulationen treiben Kurs weiter an

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Mögliche Fortschritte beim Verkauf der US-Tochter haben die Aktien der Deutschen Telekom zum Wochenschluss deutliche Kursgewinne beschert. Nun notiert der Wert oberhalb der wichtigen 12,50-Euro-Marke.

Die Telekom und der drittgrößte US-Mobilfunker Sprint nähern sich Kreisen zufolge bei den Verkaufsverhandlungen für T-Mobile US an. Die beiden Unternehmen stünden kurz vor einer Einigung über wichtige inhaltliche Bedingungen wie den Preis und die Struktur des Angebots sowie die Zahlung im Falle eines Scheiterns, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Sprint wolle den Kaufpreis je zur Hälfte in bar und Aktien entrichten. Die Amerikaner bewerteten die Tochter der Bonner mit 40 US-Dollar je Aktie. Eine Vereinbarung könne bereits im Juli erfolgen.

Aufsichtsbehörden als mögliches Hindernis

Die positive Kursreaktion der Telekom-Titel sei nachvollziehbar, sagte ein Händler. Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass die Wettbewerbshüter einer Transaktion erst noch zustimmen müssten. Diese hatten 2011 den Verkauf ihrer US-Mobilfunktochter an AT&T für 39 Milliarden Dollar verhindert. Die Bonner hatten dafür aber von dem amerikanischen Unternehmen drei Milliarden Dollar in bar sowie Lizenzen für Mobilfunknetze im Wert von rund einer Milliarde Dollar als Wiedergutmachung erhalten.

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Laut Commerzbank-Analystin Heike Pauls liegt der mögliche Kaufpreis rund fünf Prozent über den jüngsten Markterwartungen. Die Hoffnung auf eine Sonderdividende für die Telekom-Aktionäre könnte sich allerdings als verfrüht erweisen: Denn falls die Telekom einen Minderheitsanteil von 15 Prozent an T-Mobile US behalten und ihr derzeitiges Verschuldungsniveau behaupten wolle, gebe es dafür nur wenig Spielraum. Der Experte hob sein Kursziel von 12 auf 13 Euro und beließ die Einstufung auf „Hold“.

Investiert beiben

Die Fantasie über den Verkauf von T-Mobile US dürften auch weiter als Kurstreiber dienen. Die Einwände gegen die Übernahme von Sprint sollten geringer ausfallen als im Jahr 2011 beim Versuch von AT&T. Sprint gilt nach AT&T und Verizon als drittgrößter Mobilfunkkonzern in den USA und benötigt die Telekom-Tochter um den Anschluss an die Marktführer nicht zu verlieren. Anleger bleiben dabei und lassen ihre Gewinne laufen. Das langfristige Kursziel lautet 16,00 Euro. Ein Stopp bei 10,50 Euro sichert ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

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