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30.11.2016 Fabian Strebin

Deutsche Bank und Commerzbank: Viel zu teuer

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Deutsche Bank

Das Referendum in Italien am kommenden Sonntag sorgt an den Märkten für Nervosität. Nicht nur italienische Bankaktien wurden in den vergangen Tagen abverkauft. In Deutschland standen auch die Commerzbank und die Deutsche Bank auf der Abschussliste der Anleger. Egal wie die Abstimmung in Italien ausgeht: Von anderer Seite könnte den deutschen Geldhäusern noch größerer Ärger drohen.

Neue Basel Regulierung kommt

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Denn derzeit sind Anpassungen bei der Kapitalausstattung der internationalen Großbanken im Gespräch. Die neuen Regeln könnten vor allem für die Deutsche Bank und die Commerzbank einen neuen Kapitalbedarf bedeuten. Alleine die Regulierung ist aber nicht das Problem, wie Zahlen der EZB zeigen: Deutsche Banken sind einfach viel zu ineffizient. Mit annähernd 77 Prozent Kostenquote im Schnitt sind die hiesigen Institute die Schlusslichter in der Eurozone. Mit 87,4 Prozent lag die Deutsche Bank gar noch über dem deutschen Mittelwert. Für die Commerzbank sieht es nur wenig besser aus, sie kommt auf 79 Prozent.

Strategie fehlt

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Bei der Deutschen Bank fehlt ungeachtet der Milliardenrisiken durch Rechtsstreitigkeiten noch immer ein Gesamtkonzept. CEO John Cryan muss vor allem erklären, wie der Konzern wieder Geld verdienen will. Besser sind die Aussichten bei der Commerzbank: Die neue Strategie ist vielversprechend und dürfte sich in Zukunft auszahlen. DER AKTIONÄR setzt im Aktien-Musterdepot daher auf CEO Martin Zielke und die Kursphantasie durch steigende Zinsen in den USA. Die Deutsche Bank ist dagegen kein Kauf.

Buchtipp: Die Geschichten des Geldes

Spekulationsblase am Neuen Markt, Bankenkrise 2008 und griechische Schuldenkrise – lauter Themen, die die Finanzmärkte bewegten und bewegen. Doch wer einen Schritt zurücktritt und das große Bild sieht, bemerkt: So neu ist das alles gar nicht! Die Geschichte gibt wertvolle Hinweise zum Verständnis der Gegenwart. Dass sich Geschichte wiederholt, zeigen die beiden Autoren anhand vieler Geschichten des Geldes. Infl ation, Deflation, Abwertung, irrationalen Überschwang, Bankenpleiten und -rettungen gab es immer schon: im Spanien des 16. Jahrhunderts, im Großbritannien des 17. Jahrhunderts, im Frankreich des 18. Jahrhunderts und in den USA des 19. Jahrhunderts. Lehr- und anekdotenreich vermitteln die Autoren gewissermaßen nebenbei ein tiefes Verständnis für die Ursprünge des Finanzsystems – und damit auch für seine aktuellen Kapriolen. So zeigt sich: Der Weg von der Kaurischnecke zur Kreditklemme ist nicht weit.

Autoren: Vaupel, Michael Kaul, Vivek
Seitenanzahl: 240
Erscheinungstermin: 15.04.2016
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-327-0