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Deutsche Bank setzt Umbau fort – und kassiert für Indien‑Geschäft

Deutsche Bank setzt Umbau fort – und kassiert für Indien‑Geschäft
Foto: Wolfram Steinberg/picture alliance/dpa
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Fabian Strebin Heute, 11:44 Fabian Strebin

Die große Sanierung bei der Deutschen Bank wurde bereits 2022 abgeschlossen, aber die Transformation läuft beständig weiter. Diese beinhaltet auch, dass es immer wieder zu Anpassungen in den verschiedenen Geschäftseinheiten kommt, was auch mit Verkäufen verbunden sein kann. Das ist genau in Indien nun der Fall.

Das Wichtigste kurz und knapp

• Die Deutsche Bank verkauft ihr Retail-, Private-Banking- und Wealth-Management-Geschäft in Indien an Kotak Mahindra Bank.
• Der Deal umfasst Kredite, Einlagen, verwaltete Vermögen sowie rund 150.000 Kunden und etwa 1.000 Mitarbeiter.
• Die Transaktion ist Teil der fortgesetzten Portfolio-Bereinigung unter CEO Christian Sewing.

Die Deutsche Bank trennt sich von ihrem Geschäft mit Privatkunden und vermögenden Kunden in Indien. Käufer ist die indische Kotak Mahindra Bank, mit der am Dienstag eine entsprechende „endgültige Vereinbarung“ unterzeichnet wurde, wie beide Institute mitteilten.

Kotak übernimmt demnach das gesamte Retail-, Private-Banking- und Wealth-Management-Geschäft der Deutschen Bank in Indien. Dazu gehören den Angaben zufolge Kredite in Höhe von umgerechnet rund 2,7 Milliarden Euro, Einlagen von rund 1,5 Milliarden Euro sowie verwaltete Vermögen von rund 1,0 Milliarden Euro. Der Bereich betreut etwa 150.000 Kundinnen und Kunden und beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter.

Laut offiziellem Filing zahlt Kotak für die Akquisition 2,82 Milliarden indische Rupien in bar, was umgerechnet gut 26 Millionen Euro entspricht. Die Deutsche Bank erklärte, die Transaktion sei „ein wichtiger Schritt zur Schärfung des Portfolios und zur Konzentration auf Bereiche, in denen wir die notwendige Größe, Stärke sowie die Fähigkeit haben, nachhaltige Renditen zu erzielen“. Die Bank sei weiterhin „eng mit Indiens wirtschaftlichen Prioritäten verbunden, gestützt durch unsere starke Unternehmensbank und Investmentbank sowie das kontinuierliche Wachstum unserer Geschäftsfelder, einschließlich DWS“.

Deutsche Bank (WKN: 514000)

Zwar handelt es sich nur um eine kleine Transaktion, aber der Vorstand um CEO Christian Sewing geht konsequent den Weg weiter, sich von Randaktivitäten, die nicht zum Kerngeschäft passen, zu trennen. Kapital kann an anderer Stelle dann sinnvoller eingesetzt werden. Die unterbewertete Aktie bleibt ein Kauf, die nächste Unterstützung läge bei der 200-Tage-Linie auf Höhe von 28,81 Euro.

FAQs zur Deutschen Bank
Was macht die Deutsche Bank als Unternehmen?

Die Deutsche Bank ist ein internationales Finanzinstitut. Sie bietet Dienstleistungen in den Bereichen Investmentbanking, Privatkundengeschäft und Vermögensverwaltung an, sowie für Firmen.

Wovon hängt der Kurs der Deutsche-Bank-Aktie besonders ab?

Wichtige Faktoren sind die Zinsentwicklung, die Konjunktur, die Stimmung am Finanzmarkt, regulatorische Vorgaben und die Ertragslage des Unternehmens.

Warum gilt die Deutsche Bank oft als zyklische Aktie? 
Weil ihr Geschäft stark von der wirtschaftlichen Entwicklung und der Risikobereitschaft an den Märkten beeinflusst wird. In starken Börsenphasen profitiert die Aktie oft überdurchschnittlich.

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