Der Sommer ist an der Börse oft wenig ergiebig für Anleger. Viele kennen die alte Börsenweisheit „Sell in May and go away but remember to come back in September“. Demnach sollte man im Sommer am besten nicht investiert sein. DER AKTIONÄR blickt auf die historische Entwicklung bei den Papieren der Deutschen Bank in den Sommermonaten.
Das Wichtigste kurz und knapp
• Historisch ist der Juli für die Deutsche-Bank-Aktie besonders stark.
• Die alte Börsenweisheit „Sell in May and go away“ greift heute nicht mehr so einfach.
• Fundamentale und charttechnische Signale sprechen weiterhin für die Aktie.
Die Saisonalität an den Börsen spielte früher eine größere Rolle an den Märkten als heute. Gerade als es noch keinen elektronischen Computerhandel gab, flachte das Handelsvolumen tatsächlich in der Urlaubszeit im Sommer deutlich ab. Das kann man mit dem vielfach automatisierten Handel mittlerweile uneingeschränkt nicht mehr beobachten.
Tatsächlich zeigt zum Beispiel ein Blick auf die Performance der Deutsche-Bank-Aktie über die letzten zehn Jahre, dass mit dem November ein Wintermonat mit 4,3 Prozent im Schnitt die beste Performance des Jahres brachte. Danach folgte aber dicht darauf mit 4,1 Prozent der Juli. Da dieser Monat nun bevor steht, müssen sich Anleger aus historischer Sicht keine Gedanken über absehbare Kursrückgänge machen. Den Mai mit durchschnittlichen Verlusten auf Sicht der letzten zehn Jahre von 2,1 Prozent und den Juni mit 2,5 Prozent hat die Aktie bereits hinter sich.
Die in diesem Monat gestartete Aufholjagd zeigt zudem, dass es sich immer nur um Muster handeln kann, die aus der Vergangenheit abgeleitet werden können. Exakte Zukunftsprognosen sind damit natürlich nicht möglich. Aus charttechnischer Sicht bleibt die Aktie der Deutschen Bank aussichtsreich.
Fundamental mit einer Unterbewertung zur Peergroup und einer charttechnischen Aufwärtsbewegung ist die Deutsche-Bank-Aktie wieder einen Kauf wert. Rückenwind aus dem Sondervermögen Infrastruktur sollte im zweiten Halbjahr die Kreditnachfrage anheizen. Der Stopp wird bei 23,00 Euro platziert.
FAQs zur Deutschen Bank
Was macht die Deutsche Bank als Unternehmen?
Die Deutsche Bank ist ein internationales Finanzinstitut. Sie bietet Dienstleistungen in den Bereichen Investmentbanking, Privatkundengeschäft und Vermögensverwaltung an, sowie für Firmen.
Wovon hängt der Kurs der Deutsche-Bank-Aktie besonders ab?
Wichtige Faktoren sind die Zinsentwicklung, die Konjunktur, die Stimmung am Finanzmarkt, regulatorische Vorgaben und die Ertragslage des Unternehmens.
Warum gilt die Deutsche Bank oft als zyklische Aktie?
Weil ihr Geschäft stark von der wirtschaftlichen Entwicklung und der Risikobereitschaft an den Märkten beeinflusst wird. In starken Börsenphasen profitiert die Aktie oft überdurchschnittlich.
Heute, 07:45