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Deutsche Bank: Ärger in Brasilien - Aktie unter 30 Euro

Deutsche Bank: Ärger in Brasilien - Aktie unter 30 Euro
Foto: Börsenmedien AG
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Andreas Deutsch 02.06.2014, 08:15 ‧ Andreas Deutsch
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Die mit zahlreichen juristischen Risiken kämpfende Deutsche Bank will sich gegen eine Klage von Gläubigern des brasilianischen Rohstoffriesen Oleo e Gas zur Wehr setzen. Die Deutsche Bank tritt am Montag weiter auf der Stelle. Die Marke von 30 Euro ist allerdings in Sichtweite.

Mehrere Finanzunternehmen und Zeichner von Anleihen des insolventen Mischkonzerns Oleo e Gas (früher OGX) sehen sich Medienberichten zufolge von Deutschlands größtem Geldhaus benachteiligt. "Es geht hier um eine Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen von Anleihegläubigern, die vor dem brasilianischen Gericht anhängig ist", sagte eine Sprecherin des Instituts am Sonntag in Frankfurt. "Wir sind davon überzeugt, dass die Klage unbegründet ist. Die Deutsche Bank beabsichtigt, sich mit allen Mitteln zu verteidigen."

Schlechter behandelt?

Hintergrund des Streits sind Konditionen für Kredite, die in die Firmengruppe des deutschstämmigen Ex-Milliardärs Eike Batista fließen. Die Schulden des Konzerns sollen außerdem gegen Aktien eingetauscht werden. Verglichen mit anderen Gläubigern sollen sich die Kläger von der Deutschen Bank bei der Entschädigung sowie bei den Krediten schlechter behandelt fühlen als größere Anleihezeichner.

Oleo e Gas sitzt auf einem enormen Schuldenberg, am Dienstag soll über die Restrukturierung entschieden werden. Auch im US-Bundesstaat New York soll eine Kanzlei vor Gericht Klage eingereicht haben. Der Wert der Anleihen soll 3,6 Milliarden Dollar betragen.

Quelle: Börsenmedien AG

Günstig, ja, aber …

Die Deutsche-Bank-Aktie reagiert am Montagmorgen kaum auf die Meldung. Die Aktie gewinnt leicht 29,75 Euro. Am Freitag war die Aktie auf ein neues 12-Monats-Tief gefallen. Damit hat sich das charttechnische Bild bei Deutschlands Marktführer weiter verschlechtert. Sollte die Unterstützung, die im Bereich 30 Euro verläuft, nachhaltig gebrochen werden, würde dies für neuen Verkaufsdruck sorgen. Zwar ist die Aktie mit einem 2015er-KGV von 6 sehr günstig bewertet, aus charttechnischer Sicht ist die Aktie derzeit wahrlich kein Kauf.

 

(Mit Material von dpa-AFX)

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