19.03.2019 Thorsten Küfner

Deshalb steigen Gazprom und Shell

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Royal Dutch Shell
Trendthema

Mit den Aktienkursen der Energieriesen Gazprom und Royal Dutch Shell geht es auch im heutigen Handel nach oben. Bereits an den vorangegangenen Handelstagen waren diese Papiere sehr gefragt. Der Grund für die starke Performance der bei den deutschen Privatanlegern beliebten Aktien liegt auf der Hand.

So schnuppert der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI erstmals seit Monaten wieder an der Marke von 60 Dollar. Bei der Nordseesorte Brent müssen mittlerweile wieder 68 Dollar auf den Tisch gelegt werden (siehe Chart unten). Während sich die Ölnachfrage nach wie vor sehr robust entwickelt, sorgt die anhaltende Förderdisziplin der OPEC sowie anderer wichtiger Produzenten wie allen voran Russland für einen weiteren Abbau des Überangebots.

Auch Gazprom hilft der hohe Ölpreis
Von dieser Entwicklung profitieren natürlich Shell und Gazprom besonders. Auch wenn vor allem bei Gazprom der Fokus natürlich eher auf Erdgas liegt, so ziehen höhere Ölpreise über kurz oder lang meist auch die Gaspreise nach oben. Zudem verfügt der größte russische Konzern mit Gazpromneft über eine Tochter, die hauptsächlich Öl fördert. Darüber hinaus sind die Gaspreise in einigen Lieferverträgen auch an den Ölpreis gekoppelt.

Auch bei Shell spielt das etwas umweltfreundlichere Erdgas mittlerweile eine weitaus bedeutendere Rolle als noch vor wenigen Jahren. So lag der Gewinn der Gassparte im vierten Quartal 2018 mit 2,4 Milliarden Dollar über den Überschüssen, die im klassischen Ölfördergeschäft (1,9 Milliarden Dollar) und im Downstream-Geschäft (2,1 Milliarden Dollar) erzielt werden konnten.

Shell für konservative, Gazprom für mutige Anleger

Die Aussichten für die beiden Energieriesen bleiben weiterhin gut. Konservative Anleger können nach wie vor bei der Dividendenperle Shell zugreifen. Mutige mit einem langen Atem können sich auch bei der extrem günstig bewerteten Aktie von Gazprom positionieren.

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Royal Dutch Shell.

Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG: Der Autor hält Positionen an Royal Dutch Shell, die von einer etwaigen aus der Publikation resultierenden Kursentwicklung profitieren.