DAX: US-Arbeitsmarktbericht hilft nur kurz - Unterstützung in Gefahr

DAX: US-Arbeitsmarktbericht hilft nur kurz - Unterstützung in Gefahr
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Michael Schröder 05.02.2016, 17:07 Michael Schröder

Der DAX hat am Freitag nach dem mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht zunächst zur Erholung angesetzt. Die amerikanische Wirtschaft hat im Januar weniger neue Stellen geschaffen als erwartet. Damit sehen sich die Experten bestätigt, die im laufenden Jahr keine Zinsanhebung mehr erwarten. Im weiteren Verlauf haben die Bären aber wieder das Ruder übernommen.


Die US-Wirtschaft hat im Januar weniger Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Wie das Arbeitsministerium am Freitag mitteilte, kamen außerhalb der Landwirtschaft 151.000 Stellen hinzu. Bankvolkswirte hatten einen Zuwachs um 190.000 Jobs erwartet. Der Stellenaufbau in den beiden Monaten zuvor wurde leicht um insgesamt 2.000 Stellen nach unten korrigiert. Gleichzeitig hat sich die Arbeitslosigkeit im Januar weiter verringert. Die Arbeitslosenquote fiel um 0,1 Punkte auf 4,9 Prozent. Das ist der niedrigste Stand seit Februar 2008. Bankvolkswirte hatten eine unveränderte Quote erwartet. Die Stundenlöhne sind im Januar dagegen deutlich stärker als erwartet gestiegen.

Die durchschnittlichen Stundenlöhne seien zum Vormonat um 0,5 Prozent gestiegen. Dies ist der höchste Anstieg seit einem Jahr. Volkswirte hatten lediglich mit einem Zuwachs um 0,3 Prozent gerechnet. Mit Blick auf die Geldpolitik der US-Notenbank Fed liegen die Entwicklung der Stundenlöhne und die damit verbundenen Inflationserwartungen derzeit besonders im Blickpunkt der Finanzmärkte. Seit geraumer Zeit ist der Arbeitsmarkt in den USA vergleichsweise robust. Die Stundenlöhne hinkten allerdings hinter dieser Entwicklung hinterher.

"Die schwächeren neugeschaffenen Stellen einerseits und die rückläufige Arbeitslosenquote, die starken Stundenlöhne und die zulegenden Wochenstunden andererseits deuten im Prinzip in unterschiedliche Richtungen. Unseres Erachtens überwiegen die positiven Eindrücke des Berichts aber leicht", so die Experten von der Nord/LB. "Dennoch erschwert die Uneinheitlichkeit natürlich auch die Analyse für die Fed: Sie muss sich weiter alle Optionen offen halten und wird auf die nächsten Zahlen warten müssen. Vermutlich wird sie zunächst zögern, aber noch in 2016 handeln."

Mit den frischen US-Daten legten DAX und Co zunächst zu. Für eine deutliche Erholungsbewegung hat die Kraft vor dem Wochende aber nicht ausgereicht - im Gegenteil! Fällt der DAX nun nachhaltig unter die massive Unterstützung bei 9.325 Punkten, drohen aus charttechnischer Sicht kräftige Anschlussverluste bis 8.900 Punkte. Am Montag wissen die Anleger mehr. Mehr zum DAX sehen Sie im täglichen DAX-Check im aktionaer.tv oder lesen Sie an dieser Stelle.

(Mit Material von dpa-AFX)

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