21.12.2016 Thomas Bergmann

DAX und Dow lassen es ruhig angehen - Explosion noch in diesem Jahr?

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DAX
Trendthema

Der DAX tritt zur Wochenmitte auf der Stelle. Am späten Nachmittag pendelt der deutsche Leitindex im Bereich von 11.460 Punkten und folglich um den Schlussstand vom Vortag. An der Wall Street bereiten sich die Anleger ebenfalls auf die ruhigen Weihnachtstage vor: Die psychologisch wichtige 20.000-Punkte-Marke beim Dow Jones steht immer noch auf der To-Do-Liste.

Vergessen ist aber die schwere Zeit, als der deutsche Leitindex sich lange vergeblich abmühte, den wichtigen Widerstand bei 10.800 Punkten zu überwinden. Mittlerweile herrscht an der Börse gute Laune, nachdem der DAX rechtzeitig vor dem Jahreswechsel in den Rallyemodus umstellte. Am Mittwoch markierte der deutsche Leitindex zwischenzeitlich bei 11.479 Zählern ein neues Jahreshoch.

Erstes Kursziel erreicht

Damit hat der DAX auch das Kursziel des AKTIONÄR bei 11.430 Punkten übertroffen – dieses resultierte aus der Auflösung der Trading-Range nach oben sowie aus dem Hoch von Ende November 2015. Im alten Jahr dürfte der DAX daher nicht mehr viel unternehmen, haben doch die allermeisten Investoren die Bücher geschlossen. Selbst wenn der Index neue Bewegungshochs markieren sollte, ist aufgrund der dünnen Umsätze die technische Signifikanz sehr gering.

Spannung verspricht der Beginn des neuen Jahres. Anfang 2016 rauschte der DAX in den Keller, bis auf ein Tief von 8.700 Punkten. Dass der Index noch einmal bis dorthin fällt, ist zwar ausgeschlossen, doch aufgrund der Überkauftheit im Markt und des starken Optimismus ist ein Rücksetzer durchaus möglich.

Stopp nachziehen!

Ungeachtet dessen sollten Anleger den empfohlenen Turbo-Long der DZ Bank mit der WKN DGH2BL im Depot belassen und lediglich den Stoppkurs um einen Euro oder 100 Punkte nachziehen. Dort hätte der Schein 34 Prozent Gewinn erzielt.

Der Kapitalismus am Scheideweg?

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

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