++ 7 Schnäppchen – 100 Prozent Potenzial ++

DAX‑Spitze Rheinmetall‑Aktie: Erwartungen gesprengt

DAX‑Spitze Rheinmetall‑Aktie: Erwartungen gesprengt
Foto: Rheinmetall AG
Rheinmetall AG -%
Lukas Meyer Heute, 15:02 Lukas Meyer
Logo: DER AKTIONÄRJetzt bei Google bevorzugen
Top-Analysen. Direkt für Sie. Bei Google.
  • Unsere Analysen ganz oben bei Google
  • Kostenlos schneller informiert
  • Jederzeit anpassbar

Rheinmetall liefert im zweiten Quartal starke Zahlen ab. Umsatz und Gewinn steigen massiv. Der Auftragsbestand erreicht historische Dimensionen. Die Aktie springt mit sieben Prozent Kursplus an die DAX-Spitze.

Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall wächst im Rekordtempo. Nach vorläufigen Zahlen stieg der Umsatz im zweiten Quartal im Jahresvergleich um rund 69 Prozent auf 3,289 Milliarden Euro. Damit löst das Management sein Versprechen von Anfang Juli ein. Damals stellte der Konzern ein Umsatzplus von mehr als 60 Prozent in Aussicht.

Operativer Gewinn verdoppelt

Die Skalierungseffekte treiben die Profitabilität. Das operative Ergebnis sprang im abgelaufenen Jahresviertel auf 562 Millionen Euro. Vor einem Jahr standen hier noch 276 Millionen Euro zu Buche. Damit schlägt Rheinmetall die Konsensschätzung der Analysten von 469,9 Millionen Euro um fast 20 Prozent.

Eingang des Rheinmetall Firmensitzes mit Firmenlogo und Plakat mit Panzern
Quelle: NurPhoto/Ying Tang/picture alliance/dpa

Auftragsbuch über 80 Milliarden Euro

Die Sonderkonjunktur in der Verteidigungsbranche treibt den Auftragsbestand auf ein Rekordniveau. Der sogenannte "Rheinmetall Backlog" überschritt im zweiten Quartal die Marke von 80 Milliarden Euro. Darin sind verbindliche Aufträge und Rahmenverträge gebündelt.

Allein zwischen April und Juni verbuchte der Konzern Auftragseingänge (Nominations) von 11,371 Milliarden Euro. Zentrale Treiber waren ein Vertrag über Loitering-Munition mit der Bundeswehr sowie ein Auftragspaket mit Rumänien im Rahmen des EU-SAFE-Programms.

Cashflow unter Druck

Der Wachstumsdruck belastet den freien Barmittelzufluss (OFCF). Rheinmetall erwartet für das zweite Quartal einen deutlich negativen Cashflow. Der Konzern begründet dies mit verschobenen Kundenanzahlungen und dem gezielten Vorratsaufbau für die kommenden Quartale. Zudem binden die Vorbereitungen von Kapazitätsausweitungen sowie hohe Kundenforderungen zum Quartalsende viel Kapital. Am 6. August wird das Unternehmen den Halbjahresabschluss im Detail vorstellen.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Rheinmetall demonstriert seine Vormachtstellung im europäischen Rüstungssektor. Der massive Umsatzsprung und die Verdopplung des operativen Gewinns belegen: Der Konzern wandelt die Auftragsflut erfolgreich in bare Münze um. Der temporär negative Cashflow ist bei dieser Wachstumsgeschwindigkeit ein vertretbarer Nebeneffekt des Kapazitätsaufbaus.

Die Börse feiert die Zahlen. Die Aktie schießt zeitweise um sieben Prozent nach oben, erobert die DAX-Spitze und markiert ein neues Hoch seit Anfang Juli. Das Papier arbeitet daran, die Kurslücke von Ende Juni zu schließen. Das charttechnische Bild hellt sich auf. Anleger bleiben investiert und lassen die Gewinne laufen.

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
Rheinmetall - €

Aktuelle Ausgabe

Zu günstig für den Markt: 7 Aktien vor dem Kurssprung

Nr. 31/26 8,90 €
Paypal Sofortkauf Im Shop kaufen Sie erhalten einen Download-Link per E-Mail. Außerdem können Sie gekaufte E-Paper in Ihrem Konto herunterladen.

Buchtipp: Vom Schlachtfeld bis zum Serverraum

KI-gesteuerte Waffensysteme erfassen Ziele und bekämpfen sie, bevor ein Mensch sie überhaupt wahrgenommen hat. Autonome Cyber-Agenten verteidigen kritische Infrastrukturen: Der digitale Krieg ist längst Realität. China, Russland und die USA sind führend bei der Entwicklung autonomer Waffensysteme zu Lande, zu Wasser, in der Luft, im Orbit. Wie muss sich Europa angesichts der neuen Entwicklungen aufstellen? Wie können wir eine Verteidigung mit Verantwortung organisieren, die unsere ethischen Werte reflektiert? Der IT-Experte Dr. Eldar Sultanow blickt unter anderem hinter die Kulissen der Bundeswehr und skizziert eine neue Verteidigungskultur, mit der wir unsere Demokratie und unsere Werte schützen und nicht auf dem Schlachtfeld opfern

Vom Schlachtfeld bis zum Serverraum

Autoren: Sultanow, Eldar
Seitenanzahl: 224
Erscheinungstermin: 27.01.2026
Format: Klappenbroschur
ISBN: 978-3-68932-062-1

Preis: 19,90 €