Der Dax hat am Dienstag ein minimales Kursplus über die Ziellinie gerettet. Am Ende stand der deutsche Leitindex bei 25.399,21 Punkten, ein Zuwachs von 0,10 Prozent. Damit behauptete das Barometer die charttechnisch wichtige 100-Tage-Linie. Am Tageshoch scheiterte der Index jedoch an der 21-Tage-Linie. Der MDax gab leicht nach und schloss 0,04 Prozent tiefer bei 30.883,19 Zählern.
Für vorübergehende Erleichterung sorgte die Lage im Nahen Osten. Der Grund: Saudi-Arabien hat die Kapazität der Ost-West-Pipeline nach einem Drohnenangriff zur Hälfte wiederhergestellt. Zudem nehmen die Schiffspassagen durch die Straße von Hormus wieder zu. Das drückt die Notierungen am Rohölmarkt. Doch die anfängliche Erleichterung verpuffte schnell. Zeitgleich zogen die Renditen am Anleihemarkt wieder an und schmolzen die Kursgewinne fast vollständig ab.
Gipfeltreffen schürt KI-Fantasie
Während die Zinsen das Parkett bremsten, stützte der Technologiesektor den Markt. Anleger blicken gespannt auf ein geplantes Treffen im Weißen Haus. US-Präsident Donald Trump will mit Branchengrößen wie Elon Musk sowie den Spitzen von Nvidia, OpenAI und Anthropic über Innovation und Regulierung sprechen. Als nächster Härtetest für den Sektor gelten die am Mittwoch anstehenden Zahlen des Speicherchipherstellers Micron.
Entsprechend optimistisch reagieren die Investoren auf Halbleiterwerte. Im Dax setzte sich Infineon mit einem Kurssprung von 4,8 Prozent an die Spitze. Siemens Energy legte ebenfalls kräftig zu, da der Konzern als Ausrüster für den enormen Strombedarf von Rechenzentren profitiert. Im MDax kletterten Werte wie Siltronic, Suss Microtec, Aixtron und Elmos deutlich ins Plus.
FDA-Rüge setzt Fresenius unter Druck
Am Tabellenende dominierte die Fresenius-Gruppe. Die Aktie von Fresenius sackte um 4,9 Prozent ab. Der Grund: Die US-Arzneimittelbehörde FDA rügte in einem Schreiben nicht eingehaltene Produktionsstandards im Werk der Generikasparte Kabi im Bundesstaat Illinois.
Diese behördliche Warnung drückt auf die Stimmung im gesamten Konzernverbund. Die Papiere des Dialysespezialisten FMC verloren 3,2 Prozent auf 39,20 Euro. Die Privatbank Berenberg strich zuvor ihre Kaufempfehlung und kappte das Kursziel deutlich von 60 auf 42 Euro.
Heute, 18:12
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