Der DAX dürfte sich seinem in der Vorwoche erzielten Rekordhoch bei 26.573 Punkten im frühen Handel zunächst nicht nähern. Broker IG bezifferte den deutschen Leitindex am Dienstag, etwa drei Stunden vor Handelsbeginn im Xetra-System, mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 26.250 Punkten.
Zwar wurde seit vergangenem Mittwoch keine neue Bestmarke mehr erreicht, gleichzeitig blieben aber auch größere Gewinnmitnahmen bislang aus.
Für den schwächeren Dienstagsauftakt sorgen vor allem enttäuschende Signale aus Asien. Besonders der japanische Nikkei 225 gibt nach seiner zuletzt beobachteten Erholungsbewegung wieder spürbar nach – hier hoffen Investoren bereits seit Juni vergeblich auf neue Rekordstände. Marktbeobachter Stephen Innes macht steigende Ölpreise sowie anziehende Anleiherenditen als Belastungsfaktoren für die Aktienmärkte aus, während eine Lösung des Nahost-Konflikts weiterhin nicht in Sicht ist.
Bestimmendes Thema bleibt der Ölpreis. Die 60-Tage-Frist für eine Einigung zwischen den USA und dem Iran ist am Montag ohne Ergebnis verstrichen, Brent stieg über 90 Dollar, und mit dem Öl zogen die Renditen an. Die Rendite dreißigjähriger US-Staatsanleihen kletterte auf 5,31 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit Juni 2007. Steigende lange Zinsen drücken jede weit in der Zukunft liegende Bewertung – zinssensible Werte und die zweite Reihe gaben entsprechend überdurchschnittlich nach.
Am Rohstoffmarkt beendete Brent den Handel nahe 91 Dollar je Barrel. Gold notierte vorbörslich bei rund 4.427 Dollar je Unze, der Euro bei 1,1587 Dollar, Bitcoin bei rund 55.311 Dollar.
Auf der Terminseite steht um elf Uhr der ZEW-Index mit den Konjunkturerwartungen für August
Die Blicke dürften sich vor allem auf die größten Gewinner und Verlierer des Vortages richten. Auf der Gewinnerseite standen am Montag Deutsche Börse mit einem Plus von 1,8 Prozent, Siemens Energy mit 1,3 Prozent, Daimler Truck mit 1,2 Prozent und Rheinmetall mit 1,0 Prozent. Am Ende der Kursliste fanden sich Zalando mit einem Minus von 3,5 Prozent, Adidas mit 3,1, Scout24 mit 2,9 Prozent, Beiersdorf mit 2,7 und Henkel Vorzüge mit 1,9 Prozent.
Für Rheinmetall gab es gestern einen weiteren Auftrag. Bei BASF bleibt die Niedrigwasserlage nach wie vor ein wichtiges Thema. Die Deutsche Telekom tätigte eine weitere Übernahme.
DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.
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