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DAX-Check: Ruhiger Vatertagshandel oder Euro-Depression?

DAX-Check: Ruhiger Vatertagshandel oder Euro-Depression?
Foto: Börsenmedien AG
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Michael Schröder 14.05.2015, 09:05 Michael Schröder
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Es ist Vatertag – und an der Börse wird dennoch gehandelt. Ob der DAX seine Talfahrt stoppen kann, ist ungewiss. Der schwache Anleihemarkt sowie die Euro-Aufwertung drücken weiter auf die Stimmung. Traditionell sollte der Feiertagshandel an Christi Himmelfahrt in ruhigen Bahnen verlaufen, aber ...


Die New Yorker Börsen sind am Mittwoch auf der Stelle getreten. Kursgewinne bei Technologiewerten und eine Milliarden-Übernahme stützten die Aktienmärkte, sagten Händler. Dem standen aber überraschend schlechte Wirtschaftsdaten gegenüber: Der US-Einzelhandel hatte sich im April schwach präsentiert und konnte nicht an den starken März anknüpfen. Der Rückgang der Importpreise fiel unterdessen stärker als erwartet aus. Hinzu kamen belastende Sorgen über einen erneuten Schwächeanfall an den internationalen Staatsanleihemärkten.

Der Eurokurs hat sich bis zum Donnerstagmorgen deutlich über 1,13 Dollar gehalten. Zuletzt kostete ein Euro 1,1392 US-Dollar und damit etwas mehr wie im späten New Yorker Handel. Die schwachen Wirtschaftsdaten aus den USA hatten die europäische Gemeinschaftswährung im europäischen Nachmittagshandel nach oben katapultiert – und den DAX kräftig nach unten gedrückt.

Die Korrelation zwischen dem Eurokurs und dem DAX war zuletzt nicht zu übersehen: Stieg der Euro gegenüber dem US-Dollar, fiel der DAX. Wertete der Greenback dagegen gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung auf, legte der heimische Leitindex wieder zu. An diesem Wechselspiel dürfte sich grundsätzlich vorerst nichts ändern. Hintergrund: Ein stärkerer Euro bremst die Gewinnentwicklung exportorientierter Firmen, weil deren Produkte im Ausland teurer werden. Ein schwacher Euro macht Produkte für Käufer außerhalb der Währungszone günstiger, was insbesondere den vielen exportstarken Unternehmen aus Deutschland nützt.

Was sagt die Charttechnik? Der mögliche Befreiungsschlag mit einem Sprung über den breit angelegten Widerstandsbereich zwischen 11.620 und 11.750 Punkten ist in dieser Woche bisher nicht gelungen. Im Gegenteil: Der DAX nimmt wieder Kurs auf die massive Unterstützung bei 11.200 Punkten. Solange sich der Leitindex in der neutralen Zone dazwischen befindet, sollten Anleger lieber den Feiertag genießen und an der Seitenlinie bleiben. 


(Mit Material von dpa-AFX)

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