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17.03.2015 Michael Schröder

DAX-Check: Ruhe bewahren!

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Der DAX ist gestern erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 12.200 Punkten gestiegen. Das neue Rekordhoch liegt nun bei 12.219,05 Zählern. Heute folgt ein erster Rücksetzer. Ob damit das Ende der rasanten Kursrallye eingeläutet wird, ist fraglich. Zu oft hat sich der DAX in den letzten Wochen schnell wieder berappelt.

Nach dem Sprung über 12.000 Punkte ist beim DAX zunächst einmal die Luft raus. Trotz guter heimischer Konjunkturdaten rutschte der Leitindex im Handelsverlauf sukzessive ab und fiel mit Eröffnung der US-Börsen unter die 12.000-Punkte-Marke. Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im März erneut aufgehellt. Wegen der Geldschwemme der EZB, einer Rekordjagd am Aktienmarkt, eines günstigen Eurokurses und des billigen Rohöls legten die Umfragewerte des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) weiter zu und erreichten den höchsten Stand seit Februar 2014. Bankvolkswirte hatten allerdings mit einem noch stärkeren Anstieg gerechnet.

Weiter im Fokus steht die Sitzung der US-Notenbank Fed. Experten erwarten einen Hinweis auf die erste Zinserhöhung in den USA seit Beginn der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise. Mit einer Änderung der Wortwahl im Anschluss an die Zinssitzung am Mittwoch könnten die Währungshüter den Finanzmärkten signalisieren, dass im Sommer der Startschuss für die Zinswende fallen könnte. Die US-Geldpolitik würde sich damit gegen den Trend einer immer stärkeren Lockerung entwickeln, der in zahlreichen anderen Notenbanken zu beobachten ist, darunter der EZB.

Aus charttechnischer Sicht warten nun mehrere kleinere horizontale Unterstützungen (11.900, 11.800) auf den DAX. Anleger sollten aber vor allem auf den Aufwärtstrend achten, der aktuell bei rund 11.600 Punkten verläuft. Spätestens dort sollte der DAX wieder nach oben drehen. Sonst könnte es schnell Richtung 11.000 Punkte gehen, es sei denn die Bullen ...

(Mit Material von dpa-AFX)

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