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24.08.2020 Carsten Kaletta

Daimler: Aktie lässt "Behörden-Bremse" kalt

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Daimler

Dass die Autohersteller wie Daimler – trotz zuletzt beachtlichtlicher Erholungstendenzen – auf schwierigem Terrain unterwegs sind, ist kein Geheimnis. Aufgrund Corona wurden in Deutschland von Januar bis Juli 30 Prozent weniger an Autos verkauft als im Vorjahr. Und jedes neue Problem lässt die Rückkehr zur früheren Profitabilität in weitere Ferne rücken. Aktuell bereiten die - naturgemäß ungeliebten - Behörden den Auto-Verbänden Kopfzerbrechen - und das sozusagen obendrein. Die Daimler-Aktie zeigt sich davon allerdings unberührt.

 


So sind schleppende Kfz-Zulassungen in der Corona-Krise zu einem ernsten wirtschaftlichen Problem der deutschen Autobranche geworden. In einem gemeinsamen Appell haben die Verbände der Hersteller und des Kfz-Gewerbes am Montag die Länder und Kommunen aufgefordert, die oft mehrere Wochen langen Bearbeitungszeiten schnell wieder zu verkürzen. Auch müsse das digitale Zulassungssystem "i-Kfz" rasch und umfassend eingeführt werden.

Nach Darstellung der Verbände sind die rechtlichen Voraussetzungen für das Digitalverfahren im Oktober 2019 geschaffen worden. Es soll Erstzulassungen und Umschreibungen von Fahrzeugen ohne Vorortbesuche ermöglichen. In der Praxis seien die entsprechenden Online-Portale der Zulassungsstellen in vielen Fällen aber noch nicht vorhanden oder für Kunden nicht auffindbar, arbeiteten fehlerhaft oder ein vollständiger Zulassungsprozess sei nicht möglich, so die Kritik.


"In dieser ohnehin extrem schwierigen wirtschaftlichen Lage darf die Situation bei den Behörden nicht zusätzlich zum konjunkturhemmenden Faktor werden" erklärte der Chef des Importeurverbandes VDIK, Reinhard Zirpel. Bei den Händlern stünden tausende Fahrzeuge und binden Kapital, klagte der Zentralverband des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZdK). Damit werde die Nachfrage gebremst und das Risiko von Insolvenzen erhöht.

Daimler (WKN: 710000)

Die Daimler-Aktie lässt diese Meldung kalt. Im Gegenteil : Das Papier notiert mit mehr als zwei Prozent bei 42,20 Euro im Plus. Wichtig wäre jetzt, den 2018er-Abwärtstrend bei 42,30 Euro (wieder) zu knacken - auf Schlusskurs-Basis. Dann hellt sich das charttechnische Bild wieder auf. 

(Mit Material von dpa-AFX)

Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Daimler.

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