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08.02.2016 Maximilian Steppan

Daimler-Aktie: Kurse über 100 Euro möglich, aber wann startet die Gegenbewegung?

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Daimler

Nachdem die Daimler-Aktie in der vergangenen Handelswoche bei 59,16 Euro ein neues 52-Wochen-Tief markiert hat, dürften die jüngst veröffentlichten Absatzzahlen des chinesischen Automarkts das Papier beflügeln. Zudem traut ein Analyst aus dem Hause JPMorgan dem Titel sogar dreistellige Kurse zu.

Zu Jahresbeginn haben die Autoverkäufe in China kräftig zugelegt, allerdings nicht mehr ganz so dynamisch wie zum Ende des Vorjahres. Im Januar lag das Plus dem Branchenverband China Passenger Car Association (CPCA) im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 13,5 Prozent auf 2,35 Millionen Wagen.

Schon im vergangenen Jahr war Chinas Automarkt dank massiver Steuererleichterungen deutlich gewachsen, alleine im Dezember um 16,9 Prozent auf 2,36 Millionen Wagen. Dank des starken Jahresendspurts lag das Absatzplus über das Jahr gesehen bei 8,5 Prozent auf 20,6 Millionen Stück. Nachdem im Sommer das Wachstum des weltgrößten Automarkts deutlich nachgelassen hatte, hatte die Regierung ab Oktober die Mehrwertsteuer für Autos mit einem Motor von höchstens 1,6 Liter Hubraum gesenkt. Seitdem zogen die Verkaufszahlen wieder deutlich an.

Kursziel 112 Euro

Zudem hat sich noch JPMorgan-Analyst Jose Asumendi zu den Q4-Zahlen geäußert. Asumendi hat die Einstufung auf "Overweight" mit einem Kursziel von 112 Euro belassen. Das Zahlenwerk habe ein gemischtes Bild gezeigt, schrieb der Experte in einer Studie. Das operative Ergebnis sei höher ausgefallen als von ihm gedacht, habe aber im Rahmen der Markterwartungen gelegen. Die Margen hätten die Erwartungen indes verfehlt.

Gegenbewegung?

Die Autowerte wie Daimler performten in den vergangenen Monaten nicht gut. Doch mit den China-Absatzzahlen im Rücken sollte das Papier zumindest eine Gegenbewegung starten. Denn Daimler erzielt immerhin ein Zehntel seines Umsatzes in China. Im aktuellen Kursbereich zwischen 60,00 und 62,50 Euro versucht die Aktie nun einen Boden auszubilden. Neukäufe sollten im weiterhin schwachen Marktumfeld aber noch zurückgestellt werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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