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20.08.2020 Maximilian Völkl

CTS Eventim: Zahlen-Desaster - es bleibt nichts mehr übrig

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CTS Eventim

Kaum ein Unternehmen wird von der Coronakrise so stark getroffen wie der Konzertveranstalter und Ticketvermarkter CTS Eventim. Der MDAX-Konzern hat am Donnerstag Zahlen zum zweiten Quartal präsentiert. Das Geschäft ist dabei quasi zum Erliegen gekommen. Besserung ist vorerst nicht in Sicht.

Festivals, Konzerte und andere Veranstaltungen sind seit Monaten untersagt. Ob Veranstaltungen dieser Größenordnung zeitnah wieder erlaubt werden, erscheint derzeit mehr als fraglich. Von April bis Juni kam der Umsatz von CTS deshalb quasi zum Erliegen, er brach zum Vorjahresquartal um fast 97 Prozent auf lediglich 13,9 Millionen Euro ein. Unter dem Strich stand deshalb ein massiver Verlust von 40,9 Millionen Euro – nach 21,8 Millionen Euro Gewinn im Vorjahr.

Dabei arbeitet CTS bereits mit Kosten- und Effizienzmaßnahmen gegen die Krise. Diese hätten Entlastungen in zweistelliger Millionenhöhe gebracht, Investitionen wurden auf ein Mindestmaß reduziert. Wegen der Pandemie traut sich Konzernchef Klaus-Peter Schulenberg, der von der schwierigsten Phase der Unternehmensgeschichte sprach, weiter keine Prognose für das laufende Jahr zu. CTS ist aber zumindest zuversichtlich, dass die Wettbewerbsposition nach Ende der Beschränkungen sehr gut bleibe.

CTS Eventim (WKN: 547030)

Corona bleibt allgegenwärtig. Ein schnelles Ende der Krise ist nicht in Sicht. Großveranstaltungen dürften noch länger verboten bleiben oder nur mit strengen Auflagen stattfinden. Es ist schwer vorstellbar, dass CTS in diesem Umfeld zeitnah wieder schwarze Zahlen schreibt. DER AKTIONÄR rät unverändert von einer Long-Position ab.