10.06.2017 Michel Doepke

CropEnergies: Fit mit Biosprit

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Cropenergies
Trendthema

Hohe Ethanolpreise und eine Produktion unter voller Auslastung bescherten der Südzucker-Tochter CropEnergies ein Rekordjahr. Das operative Ergebnis belief sich auf satte 98 Millionen Euro bei einem Umsatz von 802 Millionen Euro. An dieser erfreulichen Entwicklung lässt der Bioethanolhersteller auch die Aktionäre teilhaben. Auf der kommenden Hauptversammlung am 18. Juli soll eine Dividende von 0,30 Euro je Aktie beschlossen werden – eine Verdopplung im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr.

Für das laufende Fiskaljahr stapelt CEO Joachim Lutz tief: Lediglich 40 bis 80 Millionen Euro stellt das Management beim operativen Ergebnis in Aussicht. Allerdings prognostiziert CropEnergies aufgrund der stark schwankenden Ethanol-Futures stets konservativ.Doch die Preisentwicklung spielt der Firma weiter in die Karten.

Zudem konnte die Gesellschaft in den letzten Jahren sukzessive den Schuldenabbau vorantreiben. Mittlerweile ist CropEnergies komplett schuldenfrei. Auf dieser Basis entwickelt sich eine wahre Cashflow-Story.

Wenn die politischen Rahmenbedingungen ab 2020 passen, hat Crop­Energies Planungssicherheit und kann auf satte Cashreserven für potenzielle Neuinvestitionen zurückgreifen. Die Börse hat die guten Per­spektiven längst erkannt und die CropEnergies-Aktie erstmals in zweistellige Kursregionen befördert. Rund 900 Millionen Euro beträgt die Börsenbewertung der Südzucker-Tochter – langfristig erscheint damit sogar eine Aufnahme in den TecDAX möglich.

Selten waren die Aussichten für CropEnergies so gut. Sollten auch die politischen Rahmenbedingungen ab 2020 dem Unternehmen in die Karten spielen, steht das Papier abermals vor einer Neubewertung. Mutige Anleger nutzen den Kursrücksetzer zum Aufbau einer Position.