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09.10.2020 Marion Schlegel

Corona-Hoffnung Regeneron: Nach Trump-Versprechen – kommt jetzt die Notfallzulassung?

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Regeneron Pharmaceuticals

Am Mittwoch sorgte eine Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump für ordentlich Aufsehen. Trump hat seinen Landsleuten eine kostenlose Covid-Behandlung mit Antikörper-Mitteln versprochen, wie er sie bekommen hat. "Ich nenne es ein Heilmittel", verkündete Trump in einem am Mittwoch veröffentlichten Video. Er wolle den raschen Einsatz der Arzneien mit einer außerordentlichen Erlaubnis ermöglichen.

Regeneron Pharmaceuticals (WKN: 881535)

Der US-Präsident war vergangene Woche mit einem noch experimentellen Mittel der Biotech-Firma Regeneron behandelt worden. Danach habe er sich binnen 24 Stunden "großartig" gefühlt, schwärmte Trump.

Auch in Deutschland werden Patienten bei einer Corona-Infektion mit zwei der Medikamente behandelt, die bei US-Präsident Donald Trump eingesetzt wurden. Das sagte die Leiterin der Abteilung Infektiologie des Uniklinikums Gießen, Susanne Herold, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin.

Dabei handele es sich um Remdesivir, das ein für die Verbreitung der Viren nötiges Enzym der Erreger hemmt. Eingesetzt werde zudem ein ebenfalls bei Trump verwendetes Cortisonpräparat, was vorkommende ausgeprägte Entzündungen abmildern könne. Beide Mittel hätten sich in Deutschland zum Therapiestandard entwickelt.

Nicht zum Einsatz komme derzeit der bei Trump eingesetzte experimentelle Antikörper-Cocktail des Biotechnologie-Unternehmen Regeneron, der verhindern soll, dass das Virus in die Zelle eintreten kann. Es gebe aber erhebliche Anstrengungen, dieses nicht zugelassene Mittel in klinische Prüfungen zu bringen.

Zugelassen ist der Antikörper-Cocktail REGN-COV2 bislang noch nicht. Regeneron hat aber wie gestern bekannt wurde bei der US-Gesundheitsbehörde FDA einen Antrag auf eine Notfallgenehmigung für seine Covid-19-Forschungsbehandlung gestellt. Falls die experimentelle Antikörperbehandlung genehmigt wird, kann die kostenlose Verteilung beginnen. Der AKTIONÄR bleibt absolut zuversichtlich für die Aktie – auch im Hinblick auf die weitere Pipeline. Anleger bleiben deswegen an Bord.

(Mit Material von dpa-AFX)