19.04.2018 Andreas Deutsch

Constellation Brands: 33.000 Prozent sind noch längst nicht genug

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Constellation Brands
Trendthema

Getrunken wird immer. Wasser, Cola, Kaffee – und natürlich Bier. Besonders beliebt in den USA: mexikanisches Bier. Das hilft der Aktie von Constellation Brands immer weiter auf die Sprünge. Die Aktie ist einer der absoluten Top-Performer.

Constellation Brands ist nicht zu stoppen. Am Mittwoch kletterte die Aktie des Bier-, Wein- und Schnapsproduzenten auf ein neues Rekordhoch. Die Performance der vergangenen 30 Jahre sucht ihresgleichen: 33.200 Prozent plus hat die Aktie seit 1988 gemacht. Der S&P 500 hat in diesem Zeitraum nur 920 Prozent zugelegt.

Der Grund für die starke Performance liegt im Biergeschäft des Konzerns. Die Amerikaner bekommen weiterhin nicht genug von den mexikanischen Sorten Corona, Modelo und Pacifico. Im dritten Quartal (endete im Februar 2018) steigerte die Biersparte den Umsatz um zehn Prozent.

Robert Sands, CEO von Constellation Brands, will sich keineswegs auf seinen Lorbeeren ausruhen und im Biergeschäft noch mehr Gas geben. Seit Februar kann man in den gesamten USA die neue Sorte Corona Premier kaufen, das pro Viertelliter nur 90 Kalorien hat und damit noch weniger als Corona Light (99 Kalorien). Damit reagiert Constellation Brands auf den Trend zur bewussteren Ernährung. Es war die erste neue Corona-Variante seit 29 Jahren.

Da geht noch was

Mit einem KGV von 24 ist die Aktie von Constellation Brands kein Schnäppchen mehr, allerdings wächst das Unternehmen auch immer noch mit knapp zehn Prozent. Das liegt am steigenden Anteil der Hispanics in den USA. 2060 wird jeder dritte Einwohner der USA Hispanic sein. Hispanics trinken lieber Marken wie Corona und Modelo statt Budweiser und Coors. Constellation Brands ist eine laufende Empfehlung des AKTIONÄR. Das Kursziel lautet 220 Euro, der Stopp sollte bei 145 Euro gesetzt werden.