Die Commerzbank lotet im Ringen mit UniCredit offenbar verschiedene Wege für eine mögliche Transaktion aus. Dazu zählt nach Aussage von Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp auch die Übernahme der deutschen UniCredit-Tochter HypoVereinsbank (HVB) im Wege eines Aktientauschs.
- Die Commerzbank prüft mehrere Deal-Varianten mit UniCredit.
- Ein Aktientausch mit der HVB ist eine mögliche Option.
- Auch ein direktes Übernahmeangebot mit einer erhöhten Prämie steht im Raum.
Orlopp sagte am Donnerstag auf einer Finanzkonferenz, ein Aktientausch mit der HVB sei eine von mehreren Optionen, die auf dem Tisch lägen, um den Anteil von UniCredit an der Commerzbank zu erhöhen. Konkrete Details zu einer möglichen Transaktion nannte sie nicht.
Die UniCredit bemüht sich seit mehr als zwei Jahren um eine Übernahme der Commerzbank. Trotz des Widerstands aus Deutschland hat die italienische Großbank ihre Beteiligung inzwischen auf knapp 50 Prozent ausgebaut.
Orlopp zufolge kommen grundsätzlich drei Strukturen infrage. Neben einem Aktientausch, bei dem die Commerzbank die HVB übernehmen könnte, nannte sie einen einfachen Zusammenschluss von Commerzbank und UniCredit. Als dritte Möglichkeit gilt ein weiteres Angebot der UniCredit an die verbliebenen Commerzbank-Aktionäre.
Ein solches Angebot würde „höchstwahrscheinlich mit einer Prämie“ erfolgen, sagte Orlopp. Ziel könnte es sein, den Anteil von UniCredit auf mehr als 90 Prozent zu erhöhen. Damit würde die italienische Bank ihre Position weiter festigen und zugleich die Voraussetzungen für eine vollständige Integration schaffen.
„Alle drei grundlegenden Optionen liegen auf dem Tisch“, sagte die Commerzbank-Chefin. Die Aussagen zeigen einmal mehr, dass die Zeit für offene Verhandlungen angebracht ist, auch wenn sie noch eine Weile dauern dürften.
Die Commerzbank hält sich bei der Struktur eines möglichen Deals alle Optionen offen. Der Aktientausch mit der HVB ist dabei ebenso denkbar wie ein Zusammenschluss mit UniCredit oder ein weiteres Angebot an die verbliebenen Commerzbank-Aktionäre. Anleger bleiben mit Blick auf eine mögliche Übernahmeprämie engagiert.
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.
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